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neueLu September/Oktober 2009

Fit für die Zukunft

Eines der größten Stadtumbauprojekte kann erobert werden

Nach einer fünfjährigen Sanierungszeit haben Architekten, Bauingenieure und über hundert Handwerker aus Dutzenden von Gewerken die Sicherheitstechniken und den Brandschutz des gut 40 Jahre alten Pfalzbaus auf den neuesten und den Auflagen entsprechenden Stand gebracht. Der sanierte Pfalzbau – eines der größten Stadtumbauprojekte – lädt ab 12. September zur Eröffnungswoche ein. Dann präsentiert sich das Haus mit all seinen Möglichkeiten erstmals wieder dem Publikum.

Fensterputzer beim letzten Feinschliff

Während die äußere Architektur erhalten wurde, musste das Gebäude von innen für die Generalsanierung total entkernt werden. Diese große Aufgabe zu meistern war nicht einfach, der Kulturbetrieb sollte nicht zu lange unterbrochen, Unvorhersehbares einkalkuliert und der Zeit- und Kostenrahmen in Maßen gehalten werden. Kommunalpolitik, Stadtvorstand und alle am Bau Beteiligten führten unter Federführung des städtischen Gebäudemanagements mit Geduld, Sachverstand und einem großem Maß an Energie das spannende und schwierige Projekt zu Beginn der Spielzeit im Herbst 2009 erfolgreich zu Ende.
"Besucherinnen und Besucher kommen im Pfalzbau nun in den Genuss von Theater, Oper-, Ballett- und Konzertaufführungen, die auf der Basis einer modernen, sicheren und zeitgemäßen Bühnentechnik und -beleuchtung präsentiert werden können. Die LUKOM verbucht ein Plus an Kongress- und Tagungsräumen mit dem Vorteil einer höheren Flexibilität und einer besseren Zugänglichkeit. Beide Nutzer profitieren von einem ansprechenden und transparent gestalteten gemeinsamen Eingangsbereich und einem besser nutzbaren Foyer, das sich auch für Ausstellungen, Präsentationen oder Veranstaltungen eignet", freut sich Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse.

Grund der Sanierung

Aufgrund der Forderungen der Unfallkasse vom 11. Dezember 2001 und des TÜV sowie der Stellungnahme der Feuerwehr war es zwingend notwendig, die aufgezeigten Mängel zu beseitigen, ansonsten hätte der Bühnenbetrieb eingestellt werden müssen. Der Theater- und Kongressbereich durfte nur mit Auflagen und bei größeren Veranstaltungen nur mit Einzelgenehmigungen betrieben werden. Nachdem der Stadtrat der Sanierung der Sicherheitstechnik im März 2004 zustimmte, konnte sie in den Jahren 2005 und 2006 während der verlängerten Spielpausen des Theaters durchgeführt werden.

Sanierte Maschinen

Architektenwettbewerb ausgelobt

Noch im Mai 2005 wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt mit dem Ziel, den Tagungs- und Kongressbereich im Erdgeschoss attraktiver zu gestalten. Nach der Zustimmung des Stadtrates im April 2006 konnte das Konzept des Kölner Architekten Prof. Heribert Wiesemann umgesetzt werden. So wurden die beiden Bereiche Theater und Konzert über separate Eingänge erschlossen. Die externe Gastronomie im rückwärtigen Erdgeschoss entfiel und kann nun als erweiterte Foyerfläche genutzt werden. In diesem Bereich wurden zusätzliche Tagungsräume und eine Ausgabestelle der zentralen Küche geschaffen. Die jetzige Garderobe des Konzertfoyers wandelte sich zur "Studiofläche". In diesem multifunktional zu nutzendem Raum können gleichermaßen Seminare, Tagungen und Vorführungen sowie Kleinkunstveranstaltungen, Konzerte oder auch Messen stattfinden. Im Zuge des Abstimmungsprozesses wurden Wünsche und Anforderungen der Nutzer ebenso wie ein neues ganzheitliches Brandschutzkonzept in die Planung eingearbeitet.

Kongressbereich jetzt mit sechs Tagungsräumen

Der neue Tagungsbereich entsteht

Aus einer Marktanalyse der Mannheimer Kongressgesellschaft m:con ging hervor, dass weitere umfangreiche Maßnahmen zur Stärkung des Tagungsgeschäftes der LUKOM in der Metropolregion Rhein-Neckar nötig seien. Mit Beschluss des Stadtrates, die Tagungsräume moderner, attraktiver und funktionaler gestalten zu lassen, übernahmen im Sommer 2007 Handwerker, Techniker, Ingenieure und Architekten die Regie im kompletten Tagungs- und Kongressbereich des Multifunktionshauses also auch im Obergeschoss. Die Verwaltung wurde ausgelagert, die gesamten Foyerflächen wurden entkernt, Wände zum Teil abgebrochen, Böden, Wandbeläge und Deckeninstallationen entfernt. Es folgten der Einbau der neuen Sicherheitstechnik, der Sprinkler-, Brandmelde-, Entrauchungs-, Lautsprecher- sowie Be- und Entlüftungsanlage. Neue Wände wurden an anderer Stelle hochgezogen, Aufzüge eingebaut, die Elektro- und Sanitärinstallationen ausgeführt, Wände verputzt, neue Böden und Fliesen gelegt, Parkett abgeschliffen und versiegelt sowie Fluchttreppen montiert.
Die bestehenden Tagungsräume wurden neu geordnet und durch die Aufweitung der Flure großzügiger, die Räume des Erdgeschosses über eine durchgehende Wandgestaltung mit den Räumen des Obergeschosses verbunden. Hinzu kam ein Empfangsbereich und ein Businesscenter. Anstatt vier stehen heute sechs technisch hoch ausgestattete Tagungsräume zur Verfügung, die Nutzungsfläche erweiterte sich von 430 auf 485 Quadratmeter, plus 30 Quadratmeter Business-Center. Darüber hinaus können das neue Studio mit über 200 Quadratmetern und das 380 Quadratmeter große Gläserne Foyer ebenfalls als Tagungsfläche genutzt werden. Die Sanierung des Pfalzbaus endet im Jahr 2010 mit der energetischen Sanierung der Außenfassade einschließlich der Fenster.   rik

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