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neueLu September/Oktober 2009

Neues aus der City

Rhein-Galerie feiert Richtfest, Ausbau der Innenstadt kommt voran

Die Rhein-Galerie nimmt mehr und mehr Form an und nach gut 16-monatiger Bauzeit kann bereits die Beendigung eines ersten großen Etappenabschnitts gefeiert werden. Der Umbau der umliegenden Straßen steht im Baufortschritt nicht nach und auch sonst tut sich recht viel in dem unter dem Motto "Heute für Morgen" stehenden Stadtumbaugebiet.

Die Rhein-Galerie

Seit Anfang Juli können Passantinnen und Passanten einen Eindruck von der künftigen Dachform der Rhein-Galerie erhalten. Die ersten Baumstützen mit aufgelegten Bogenträgersegmenten stehen. Aus der Ferne wirken die rund 80 Meter langen Bogen leicht und filigran, aus der Nähe jedoch wird deutlich, wie präzise die einzelnen Stahlteile zueinander passen müssen. Insgesamt 32 der weiß lackierten Baumstützen werden montiert. Darauf aufgelegt werden gebogene Stahlträger, die das 24.640 Quadratmeter große Membrandach tragen. Die Bogensegmente werden aus sieben Stahlprofilträgern vor Ort zusammengesetzt und müssen ganz genau passen. Im Frühjahr 2010 wird dann das Membrandach aufgebracht, da das Material erst ab einer Temperatur von 15 Grad Celsius verarbeitet werden kann. Ende Juli ist die Decke über dem zweiten Obergeschoss fertig gestellt worden, so dass nun 95 Prozent der Rohbauarbeiten abgeschlossen sind. Nun folgen die Dachabdichtungsarbeiten. "Die Arbeiten gehen zügig voran, so dass wir schon am 8. Oktober Richtfest feiern können. Unser Ziel ist es, das Gebäude bis Ende Oktober regendicht zu machen, damit wir für den Winter gerüstet sind und der Innenausbau wetterunabhängig laufen kann", stellt ECE-Projektleiter Georg Monheim die baulichen Zeitabläufe in Zusammenhang. Aus diesem Grund sind bereits die Fassadenarbeiten am künftigen Stadtplatz in Angriff genommen. Die beiden unterschiedlich gewölbten Kopfbauten erhalten eine Glasfassade. Im Inneren der Rhein-Galerie schreitet der Ausbau voran. Ausgeführt wird die Grundinstallation für Wasser, Lüftung und Strom. Ein Großteil der Zwischenwände für die Mieterbereiche im Erdgeschoss wie im ersten Obergeschoss steht. Auch die Lasten- und Kundenaufzüge sowie die Rolltreppen im Bereich der Mall werden Mitte September montiert. Über 70 Prozent der Mietflächen in der Rhein-Galerie sind inzwischen vergeben.
"Wir freuen uns, dass die Arbeiten voll im Zeitplan liegen und die in den Verträgen mit der ECE vereinbarten Ziele in vollem Umfang umgesetzt werden. Auch wir liegen mit den Arbeiten zur äußeren Erschließung gut in der Zeit und sind sehr zuversichtlich, diese bis zur Eröffnung der Rhein-Galerie abgeschlossen zu haben", konstatiert Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel.

Äußere Erschließung

Mit Hochdruck wird an der nördlichen Zufahrt von der Rheinuferstraße zum Parkdeck gearbeitet. Der Anschluss des Parkhauses erfolgt im Bereich der Auffahrt zur Kurt-Schumacher-Brücke durch eine Unterführung. Um diese herzustellen, ist im Anschlussbereich die bestehende Fahrbahn inklusive Stützwand abgetragen worden. Die ECE hat die Zufahrt bis zur Grundstücksgrenze vorbereitet, die Stadt schließt dort mit dem Bau der Unterführung an und baut derzeit die östliche Fahrbahn der Rheinuferstraße aus. In den nächsten acht Wochen wird auch die Zollhofstraße in Höhe des Zollhoftunnels ausgebaut. Das heißt: Die Fahrbahnbreite wird verringert, die Gehwegbereiche verbreitert, die Beleuchtung erneuert und die Fahrbahn neu asphaltiert. Im gleichen Zeitraum wird die südliche Seite der Bahnhofstraße in dem Bereich zwischen Ludwigstraße und der Bismarckstraße erneuert, neu beleuchtet und die Gehwege mit einem hochwertigen Pflasterbelag versehen und mit Klinkerbändern untergliedert. Das Gleiche gilt für den nördlichen Bereich der Kaiser-Wilhelm-Straße zwischen Ludwig- und der Zollhofstraße. Des Weiteren entsteht am Kaufhof eine Bushaltestelle.

Förderprogramm sorgt für Bewegung

Dank der Fördergelder von Land und Stadt werden immer mehr Häuser innerhalb des Stadtumbaugebietes auf Vordermann gebracht. Mit insgesamt 480.000 Euro konnten bereits Investitionen von zehn Millionen Euro ausgelöst werden. Land und Stadt stellen 1,45 Millionen Euro in der Innenstadt bereit. Damit werden Umbauten und Modernisierungen mit maximal 50.000 Euro unterstützt. Eines der jüngsten geförderten Projekte ist das 1959 erbaute Wohn- und Geschäftshaus in der Ludwigstraße 51. Es wird energetisch saniert und gestalterisch aufgewertet. Vorder- und Rückseite werden gedämmt, ebenso die Dächer des Hauptgebäudes wie des niedrigen Anbaus im rückwärtigen Bereich. Zudem werden die Glasbausteine im Treppenhaus durch Fenster ersetzt, wodurch nicht nur ein energetischer Mangel beseitigt wird, sondern auch die Belichtungssituation und damit die räumliche Atmosphäre im Wohngebäude verbessert wird. Im Zuge der Sanierung wird die zum Teil veraltete Elektroinstallation erneuert. Die farbliche Gestaltung der Fassade ist mit der Stadt Ludwigshafen entsprechend der Empfehlung des Handbuchs für Fassadengestaltung abgestimmt. Auf dem Flachdach des niedrigen Anbaus soll ein Freisitz entstehen, der der Wohnung im zweiten Obergeschoss zugute kommt. Auch plant der Eigentümer eine Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach des Haupthauses und auf Teilen des rückwärtigen Anbaus installieren zu lassen.
Ein weiteres derzeit gefördertes Projekt ist das 1954 erbaute Eckhaus Wredestraße 10/Ludwigstraße. Das sechsgeschossige Gebäude zeigt eine für die in den 1950er Jahren typische Mosaikfassade, die jedoch zum Teil schadhaft ist. Die vorhandene charakteristische Qualität der Fassade soll erhalten und rekonstruiert werden. Im Zuge dessen werden bestehende Geländer überarbeitet. Ebenso werden die Untersichten des Flachdachs sowie die verputzten Fassadenflächen neu gestaltet. Bei der Farbauswahl sind die Empfehlungen des "Handbuchs für Fassadengestaltung" berücksichtigt und mit der Stadt abgestimmt. Zudem werden die Dachflächen des Gebäudes saniert und gedämmt. Auch wird die Haustechnik einer Wohnung sowie von einigen Büroräumen im Zuge der Modernisierungsmaßnahme erneuert.

GAG-Gästehaus: Pilotprojekt am Rheinufer Süd

Als eines der ersten Bauvorhaben in Deutschland errichtet die GAG derzeit am Rheinufer Süd ein Gästehaus aus ressourcenschonendem Beton (RC-Beton). Das Gästehaus ist eines von drei Gebäudekomplexen der "Wohnanlage Rheinallee". Es hat fünf Geschosse und steht als Einzelgebäude im begrünten Innenbereich des Baufeldes zwischen Paul-Klee-Straße und Rheinallee. Damit ist es vom Straßenlärm abgeschirmt und orientiert sich zum Rhein hin. Insgesamt entstehen 14 Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen. Die großzügig angelegte Tiefgarage mit natürlicher Be- und Entlüftung ist direkt an das Treppenhaus mit Aufzug angebunden. Energetisch ist das Gebäude als "KfW-Effizienzhaus 70" ausgelegt. Das heißt, die Wärmeverluste der Außenbauteile erfüllen damit die Forderungen der ab Oktober 2009 gültigen neuen Energie-Einspar-Verordnung. Die gesamte Wohnanlage Rheinallee wird durch das Fernwärmenetz der TWL versorgt und ist zudem an das Glasfasernetz der TWL-KOM Ludwigshafen angeschlossen. Als Pilotprojekt im Hochbau kommt bei dem Gebäude ressourcenschonender Beton zum Einsatz. Ein Verfahren, das in der Schweiz bereits zum Standard gehört, in Deutschland bislang jedoch wenig Beachtung gefunden hat. Unter wissenschaftlicher Begleitung entsteht ein Musterbau "zum Anfassen" mit Vorbildfunktion für die gesamte Metropolregion. Ludwigshafen übernimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz am Bau.

Umweltpreis für Wilhelm-Hack-Museum

Das Wilhem-Hack-Museum wurde mit einem Energie-Effizienz-Preis ausgezeichnet. Der Preis der Stiftung für Ökologie und Demokratie und der Energieagentur Speyer-Neustadt/ Südpfalz, den Bau- und Umweltdezernent Ernst Merkel im Juli in der Villa Ludwigshöhe entgegennehmen durfte, ist mit 1.800 Euro dotiert. Die LUWOGE Consult hatte im Auftrag der Stadt das Museum so saniert, dass der Energiebedarf für Wärme-, Kälte- und für Elektroenergie erheblich reduziert werden konnte.

Bgo. Ernst Merkel bekommt den Energie-Effizienz-Preis überreicht

Bürgerforum zum Bürgerhof

Der Bürgerhof als zentraler, innerstädtischer Ort wird attraktiver. Anfang 2010 sollen die Arbeiten zur Umgestaltung im Rahmen des Stadtumbaus "Heute für Morgen" starten. Rund 800.000 Euro Stadtumbaumittel sind für die Umgestaltung des Bürgerhofs bereitgestellt. "Die Vorstellungen und Wünsche von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie angrenzenden Gastronomen und Einzelhändlern, die wir vor rund zwei Jahren in einer Bürgerbefragung gesammelt und ausgewertet haben, sind in die Planung eingeflossen. Bereits im kommenden Jahr wird der Bürgerhof eine neue Atmosphäre ausstrahlen und das innerstädtische Leben bereichern", erläutert Baudezernent Ernst Merkel. Um die Planung zur Umgestaltung des Bürgerhofs öffentlich zu präsentieren und abschließend mit der Bürgerschaft abzustimmen, lädt Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse am Dienstag, 8. September, um 17.30 Uhr zu einem Bürgerforum in die Volkshochschule im Bürgerhof ein. Das Bürgerforum ist kombiniert mit der Sitzung des Ortsbeirates Südliche Innenstadt. Die ursprünglich für den 24. September 2009 angekündigte Informationsveranstaltung "Anstehende Baumaßnahmen in der Innenstadt, Beispiel gelungener Sanierungsmaßnahmen" im Infozentrum Stadtumbau wird auf den 12. November verschoben.
Weitere Informationen im Internet unter www.heutefuermorgen.de  rik/ho/su

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