Asylsuchende

Der Umgang mit den Menschen, die als Asylbewerber und Flüchtlinge nach Ludwigshafen kommen, gehört aktuell zu den größten Herausforderungen für die Stadtgesellschaft. Dabei geht es nicht nur um die bauliche Unterbringung, sondern auch um die gesellschaftliche Integration dieser Menschen.

Artikel 16 a Grundgesetz

(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

In den vergangenen Monaten sind viele Menschen auf der Flucht vor Verfolgung auch in die Bundesrepublik Deutschland gekommen. Wie alle anderen Kommunen auch, muss die Stadt Ludwigshafen am Rhein Flüchtlinge und Asylsuchende aufnehmen. Die Aufnahme richtet sich nach einem in Rheinland-Pfalz festgelegten Verteilungsschlüssel. 2014 kamen rund 440 Menschen in die Stadt, im jahr 2015 kamen über 1.400 Menschen.

Für diese Menschen werden Unterbringungsmöglichkeiten benötigt. Zum einen stellen Bürgerinnen und Bürger private Wohnungen zur Verfügung. Den überwiegenden Teil der Menschen muss die Stadt unterbringen. Deswegen entstehen derzeit in vielen Stadtteilen neue Wohnmöglichkeiten für Asylsuchende.

Dialog, Information und Transparenz

Die Stadt Ludwigshafen führt einen breiten Dialog, um die Bürgerinnen und Bürger umfassend zu informieren, wo diese neuen Unterkünfte entstehen. In Ludwigshafen gibt es eine große Hilfsbereitschaft: Bürgerinnen und Bürger begleiteten Flüchtlinge etwa bei Behördengängen oder übten mit ihnen die deutsche Sprache. Besonders die Kirchen und Sozialverbände setzen sich mit großem Nachdruck für die Menschen ein. In vielen Stadtteilen gibt es von den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern initiierte runde Tische, die Hilfen und Unterstützung organisieren und Begegnungsmöglichkeiten schaffen.

Mit einem hohen Maß an Information und Transparenz sollen auch bestehende Sorgen und Ängste der Bevölkerung aufgegriffen werden. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung kümmern sich um entsprechende Anliegen.