Anmeldung von ausländischen Staatsangehörigen

Ausländische Staatsangehörige können sich entweder nur bei der Ausländerbehörde anmelden oder sie können wählen, ob sie sich in einem der Bürgerbüros oder bei der Ausländerbehörde anmelden. Die Zuständigkeit richtet sich nach folgenden Kriterien:

  1. EU-Bürgerinnen und EU-Bürger können sich unabhängig davon, ob sie vom Ausland oder vom Inland zuziehen, sowohl beim Bürgerbüro als auch bei der Ausländerbehörde anmelden.
  2. Drittstaatsangehörige:
  • Beim Zuzug vom Ausland ist nur die Ausländerbehörde für die Anmeldung zuständig
  • Beim Zuzug vom Inland:
    Personen mit unbefristetem Aufenthaltstitel können sich beim Bürgerbüro oder bei der Ausländerbehörde anmelden.
    Überwiegend können sich Personen mit einem befristeten Aufenthaltstitel sowohl beim Bürgerbüro als auch bei der Ausländerbehörde anmelden.

Dies gilt nicht für Personen, die einen der folgenden Aufenthaltstitel besitzen:

  • § 23 Abs. 1 AufenthG (Aufenthaltskontingent des Landes)
  • § 23 Abs. 2 AufenthG (Aufenthaltskontingent des Bundes)
  • § 23 a AufenthG (Aufenthaltsgewährung in Härtefällen)
  • § 25 Abs. 3 AufenthG ( Aufenthaltsgewährung wegen eines Abschiebungsverbotes)
  • § 25 Abs. 4 AufenthG (Aufenthaltsgewährung aus humanitären Gründen)
  • § 25 Abs. 5 AufenthG (Aufenthaltsgewährung aus humanitären Gründen)
  • § 25 a AufenthG (Aufenthalt für gut integrierte Jugendliche und Heranwachsende)
  • § 18 Abs. 3 AufenthG, soweit es um eine Au-Pair-Tätigkeit geht
  • 104 a AufenthG (Aufenthalt nach der Altfallregelung)
  • 104 b AufenthG (Aufenthalt für integrierte Kinder von Geduldeten)

und für Personen, die

  • eine Fiktionsbescheinigung besitzen
  • bei denen kein Paragraf im Aufenthaltstitel enthalten ist
  • eine Duldung besitzen.

Für die Anmeldung dieser Personen ist nur die Ausländerbehörde zuständig.