Bevor eine Aktion zur Gesundheitsförderung gestartet wird, ist bereits eine Menge Arbeit im Hintergrund gelaufen. Meist werden die Konzepte in Arbeitsgruppen und Fachforen entwickelt und die Projekte in ihrem Verlauf begleitet. Wir stellen Ihnen Projekte vor.

Suchthilfenetzwerk Ludwigshafen

Im Arbeitskreis "Suchthilfenetzwerk Ludwigshafen", der vom Sozialdezernenten der Stadt Ludwigshafen, Wolfgang van Vliet, initiiert wurde, sind neben der Stadt Ludwigshafen am Rhein die Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis, das Diakonische Werk Pfalz, das Caritaswerk Ludwigshafen und die BASF SE Jubiläumsstiftung vertreten.

Zielsetzungen des Arbeitskreises sind

  • Bestandssicherung
  • Bündelung der Angebote
  • Projektarbeit
  • Transparenz der Angebote
  • Ressourcenorientierte Zusammenarbeit
  • Vernetzung der Suchtarbeit
  • Bedarfsorientierte Weiterentwicklung

Wege, die aus der Sucht führen, können vielfältig sein.  Für den einen ist es hilfreich, einen kontrollierten Umgang mit dem Suchtmittel zu erlernen. Für den anderen ist Abstinenz die Chance für eine neue Lebensperspektive. Um den richtigen Weg zu finden, gibt es in Ludwigshafen ein differenziertes Beratungsangebot.

Hier helfen den Betroffenen nicht nur erfahrene Beraterinnen und Berater, Therapeutinnen und Therapeuten, sondern auch  Selbsthilfegruppen und ambulante Therapiemöglichkeiten.

Palliative Care Ludwigshafen

Den letzten Abschnitt des Lebens eines schwerstkranken Menschen, in Würde und Schutz zu gestalten, ist das Ziel der "Palliativen Versorgung".

Das Netzwerk Palliative Care Ludwigshafen will für Betroffene und Angehörige die individuelle Versorgung in Ludwigshafen verbessern. Die Mitglieder sind Pflegedienste, Ärzte, Beratungsstellen, die Koordinationsstelle für Gesundheit der Stadtverwaltung, Krankenhäuser, Seelsorger, ambulante und stationäre Spezialeinrichtungen zur Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Durch gezielte Kooperation und qualifizierte vertrauensvolle Zusammenarbeit der Dienste ist ein Versorgungsnetz mit festen Ansprechpartnern entstanden. Für Betroffene und ihre Angehörigen werden individuelle Hilfen ermöglicht.

Forum Patientenverfügung

Die Initiative will Entscheidungsträger in der Auseinandersetzung mit der ethischen und rechtlichen Dimension des Themas Patientenverfügung unterstützen und für Ludwigshafen Handlungsansätze erarbeiten. Hierzu werden Fachgruppen aus Medizin, Recht, Kirche, Pflege und Selbsthilfe zu Informations- und Diskussionsveranstaltungen eingeladen. Die Ergebnisse werden in einem interdisziplinären Forum zur Patientenverfügung zusammengetragen und so der Öffentlichkeit transparent gemacht.

Regionale Pflegekonferenz

Ihr gehören neben Vertretern der großen Stadtratsfraktionen alle Institutionen und Organisationen an, die in Ludwigshafen mit der Beratung, Betreuung und Pflege von hilfs- und pflegebedürftigen Menschen betraut sind. Der städtischen Leitstelle "Planung, Altenhilfe, Altenpflege" obliegt die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft. Sie ist ein wichtiges Instrument bei der Strukturanalyse, Bedarfsermittlung und Entwicklung neuer Konzeptionen und Angebote.

Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG)

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft ist im Sinne von §7 Abs. 4 des Landesgesetzes für psychisch kranke Menschen in Rheinland-Pfalz (PsychKG). Sie ist ein Forum der Kontaktaufnahme und gegenseitigen Information der Beschäftigten der Dienste und Einrichtungen, die sich mit der Versorgung von psychisch kranken Personen befassen. Die Arbeitsgemeinschaft existiert in Ludwigshafen bereits seit dem Jahr 1980, sie kann auf eine lange Arbeitstradition blicken. Ihr gehören unterschiedliche Einrichtungen und Dienste der gemeindenahen psychiatrischen Versorgung, Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe sowie Angehörigenvertreter an. Die Geschäftsführung liegt bei der Koordinierungsstelle für Psychiatrie.

Demenzverbund

Der Demenzverbund wurde (damals als gerontopsychiatrisch/geriatrischer Verbund) im Jahr 2008 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss unterschiedlicher Dienste, Institutionen und Einrichtungen in der Stadt Ludwigshafen mit dem Ziel, die gemeindenahe Versorgung von gerontopsychiatrisch/geriatrisch erkrankten Menschen in Ludwigshafen sicher zu stellen und kontinuierlich zu verbessern. Er geht auf eine Anregung des Sozialauschusses der Stadt Ludwigshafen aus dem Jahr 2002 zurück, neue Wege in der Behandlung an Demenz erkrankter Menschen aufzuzeigen. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2003 zunächst die Arbeitsgemeinschaft Demenz ins Leben gerufen, deren Arbeit sich in der Verbundstruktur weiter verfestigt hat. Die Geschäftsführung des Verbundes liegt bei der Koordinierungsstelle für Psychiatrie der Stadt Ludwigshafen.

Mitglieder

  • Kliniken: Krankenhaus Zum Guten Hirten, St. Marienkrankenhaus, Klinikum Ludwigshafen
  • Niedergelassene Fachärzte
  • Ambulante Pflegedienste
  • Stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Pflegestützpunkte
  • Alzheimergesellschaft Rheinland-Pfalz
  • Stadt Ludwigshafen
  • BASF Sozialstiftung
  • Seniorenrat
  • Betreuungsvereine
  • Nachbarschaftshilfe

Ziele des Verbundes

  • Bedarfsgerechte Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz
  • Information von Patientinnen und Patienten und Angehörigen über Möglichkeiten der Beratung und Betreuung
  • Interdisziplinäre Kooperation der Mitglieder
  • Verbesserung der Vernetzung
  • Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit

Ludwigshafener Initiative gegen Depression

Seit 2009 fördert das Land Rheinland-Pfalz über die Landeszentrale für Gesundheitsförderung die Bildung von regionalen Bündnissen gegen Depression. Landesweit haben sich inzwischen zwölf Bündnisse gegen Depression gegründet. In Ludwigshafen hat die Ludwigshafener Initiative gegen Depression im Jahr 2011 ihre Arbeit aufgenommen. Ausgehend von der Erkenntnis, dass eine Depression jeden treffen kann, hat sich die Initiative folgende Ziele gesetzt:

Information durch Öffentlichkeitsarbeit

  • Flyer und Plakate
  • Presseberichte
  • Fachveranstaltungen
  • Gemeinsame Projektarbeit

Trialog: Einbeziehung aller relevanten Gruppen

  • Beruflich Interessierte
  • Psychiatrieerfahrene Personen
  • Angehörige

Sensibilisierung von Multiplikatoren

  • Lehrkräfte
  • Polizei und Rettungskräfte
  • Arbeitgeber
  • Behörden

Wobei die Initiative ...

  • über die Krankheit aufklärt
  • Hilfsangebote bekannt macht
  • Vorurteile abbaut

Mitglieder der Initiative sind unterschiedliche Dienste und Einrichtungen, die die Ziele der Initiative aktiv unterstützen möchten. Sie wird nach außen vertreten durch ihren Sprecher, die Geschäftsführung obliegt der Koordinierungsstelle für Psychiatrie.

Kinder- und Jugendpsychiatrisches Forum

Das Kinder- und Jugendpsychiatrische Forum konstituierte sich am 12. Januar 2005. Es ist eine Kooperationsplattform, an der unterschiedliche Dienste und Einrichtungen der medizinischen Versorgung, der Jugendhilfe, niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten sowie eine Vielfalt von psychosozialen Beratungsstellen, die thematische Berührungspunkte mit den Zielen des Arbeitskreises haben, teilnehmen. Der Arbeitskreis befasst sich mit Fragen rund um die gemeindenahe Versorgung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in psychischen Krisensituationen.

Wesentliche Zielsetzungen des Arbeitskreises:

  • Kennenlernen der Angebote und beruflichen Handlungskompetenzen
  • Gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen
  • Verbesserung des Zusammenarbeit durch gegenseitiges Kennenlernen
  • Verbesserung der Vernetzung

Der Arbeitskreis trägt mit seinen Aktivitäten zu einer Verbesserung der gemeindenahen Kooperationsstrukturen bei. Die Geschäftsführung obliegt der Koordinierungsstelle für Psychiatrie.