Wohngruppen bieten ein zu Hause für Kinder und Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bei ihren Eltern leben können. Dauer und Zielsetzung der Unterbringung werden immer individuell vereinbart. Die Tagesgruppen bieten Schulkindern eine verlässliche Tagesstruktur am Nachmittag. Eltern finden hier Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder und in der Zusammenarbeit mit den Schulen.

Heilpädagogisch orientierte Außenwohngruppe

Die heilpädagogisch orientierte Außenwohngruppe Bachgasse betreut Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer bisherigen Lebenserfahrungen in besonderem Maße Zeit und Ruhe für ihre Entwicklung benötigen.

Die heilpädagogisch orientierte Außenwohngruppe Bachgasse betreut Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer bisherigen Lebenserfahrungen in besonderem Maße Zeit und Ruhe für ihre Entwicklung benötigen. Neben Kindern und Jugendlichen, die aufgrund emotionaler Belastungen Probleme in ihrer Lebensbewältigung haben, werden hier auch Kinder und Jugendliche mit geistigen Einschränkungen betreut.

Im Zentrum der pädagogischen Arbeit des Teams steht die Gestaltung eines ruhigen, verlässlichen und liebevollen Alltags mit den Kindern und Jugendlichen. Auf Basis der lösungsorientierten Haltung nehmen wir die Kinder und Jugendlichen in ihren Zielen und Wünschen ernst und unterstützen sie dabei diese zu erreichen. Dabei beteiligen wir sie in vielfältiger Form einzeln und als Gruppe an ihrer Lebensgestaltung.  Mit Marte Meo unterstützt das Team die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gezielt. Durch die Lage im ländlichen Raum am Rand von Limburgerhof stehen der Gruppe tiergestützte Elemente zur Verfügung: Wöchentlich findet heilpädagogisches Voltigieren und Reiten ganz in der Nähe der Gruppe statt. Regelmäßig ist auch der Therapiehund in der Gruppe zu Gast.

Neben der Möglichkeit einer längerfristigen Betreuung der Kinder und Jugendlichen werden Eltern darin unterstützt die Verantwortung für ihre Kinder wieder zu übernehmen, so dass Kinder und Jugendliche gegebenenfalls auch wieder in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren können. 

Jugendwohngruppe Riedstraße

Die Jugendwohngruppe Riedstraße ist eine Gruppe für Jugendliche ab 14 Jahren, die einen individuellen, auf sie abgestimmten Rahmen an Regeln und Vereinbarungen benötigen. Aufgrund ihrer Lebenserfahrungen zu Hause und in der Jugendhilfe sind diese Jugendlichen  nicht mehr bereit oder in der Lage sich ohne Weiteres auf vorgegebene Rahmenbedingungen und Regeln einzulassen. Ziel ist es mit den Jugendlichen in eine gute Zusammenarbeit zu kommen, ihr Leben zu stabilisieren und damit wieder eine Grundlage für die Entwicklung der wichtigen Lebensthemen Selbständigkeit und Einstieg in das Berufsleben zu schaffen.

Voraussetzung für die Betreuung ist spätestens ab Aufnahme eine Vereinbarung zwischen dem Jugendlichen, den Sorgeberechtigten, dem Jugendamt und der Gruppe darüber, was zunächst vorrangig erreicht werden soll und welche Themen zunächst noch nicht bearbeitet werden. Schrittweise kann sich je nach Entwicklung der Themenkreis erweitern. Die Aufnahme erfordert eine enge und sehr regelmäßige Kooperation der Beteiligten.

Orientierungswohngruppe

In der Orientierungswohngruppe leben Kinder und Jugendliche, bis sich ihre Lebens-Perspektive geklärt hat. Danach kehren sie entweder in ihre Herkunftsfamilie zurück, wechseln in eine Pflegefamilie oder Außenwohngruppe oder machen als ältere Jugendliche den Schritt in eine selbständige Wohnform. Das Team der Gruppe kümmert sich um die Betreuung der Kinder und Jugendlichen und begleitet sie in den Übergängen: Rückführungen zur Herkunftsfamilie werden vom Team aktiv begleitet und in enger Zusammenarbeit mit den Eltern unterstützt.

Beim Wechsel in eine Pflegefamilie werden die Kinder in enger Abstimmung mit dem Pflegekinderdienst sorgsam auf den Wechsel vorbereitet und in der Anbahnung begleitet und unterstützt. Jugendliche, die ins Betreute Wohnen wechseln möchten, erhalten in der Gruppe eine gezielte und auf sie abgestimmte Vorbereitung auf die Anforderungen, die sie in dieser selbständigen Wohnform erwarten. Die Gruppe hat 9 Plätze.

Außenwohngruppen Ligustergang und Mohnstraße

Die Außenwohngruppen Ligustergang und Mohnstraße betreuen Kinder und Jugendliche, die meist längerfristig auf die Unterbringung in einer Wohngruppe angewiesen sind. Hier werden die Kinder und Jugendlichen unterstützt sich zu selbständigen jungen Menschen zu entwickeln, die ihr Leben gut bewältigen können. Neben der Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung sind die Begleitung der schulischen Laufbahn und die Vorbereitung und Begleitung des Übergangs ins Berufsleben weitere Schwerpunkte der Arbeit der Teams.

Wichtigstes Ziel bei der Persönlichkeitsentwicklung ist, dass die jungen Menschen sich zunehmend als selbstwirksam erleben können. Durch lösungsorientierte Haltung und Arbeit wird dies ebenso unterstützt wie durch eine starke Beteiligung der Kinder und Jugendlichen bei ihrer Lebensgestaltung, sowohl individuell als auch als Gruppe.

Tagesgruppen Süd und West

In unseren Tagesgruppen Süd und West in Ludwigshafen werden Schulkinder aufgenommen, die zu Hause und in der Schule Probleme mit Verhalten und Leistungen haben und deren Eltern Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder benötigen.  

Dies ist daran zu merken, dass die Kinder

  • im emotionalen und kognitiven Bereich sowie in ihrem Sozialverhalten noch nicht altersgemäß entwickelt sind und hier Unterstützungsbedarf haben oder
  • in der Schule mangelnde Konzentration, Unruhe und auch Leistungsschwächen aufweisen oder
  • solche Verhaltensweisen auch zu Hause zeigen und diese die Eltern-Kind-Beziehung beeinträchtigen.

Die Tagesgruppen arbeiten mit dem Ziel, dass die Familien zusammenbleiben und die Kinder und Jugendlichen in ihrem gewohnten sozialräumlichen Umfeld verbleiben können. Die Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Eltern und die individuelle Förderung und Unterstützung der betreuten Kinder je nach Alter, Entwicklungsstand und Bedarf und das Soziale Lernen in der Gruppe stehen im Fokus dieser Hilfeform.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und den Tagesgruppen sowie die enge Kooperation mit den Schulen sind ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Gestaltung der Hilfe. Ein Fahrdienst für jüngere Kinder ergänzt das Angebot.