Schon in der mittleren Altsteinzeit finden sich Spuren menschlicher Besiedlung. Erstmals erwähnt wird der Ort, das "Heim des Agar", im Lorscher Kodex in den 60er Jahren des 8. Jahrhunderts.

Wohnen im Grünen in Oggersheim

Die im 16. Jahrhundert recht wohlhabende Stadt, in der um 1556 wie in der ganzen Kurpfalz die Reformation eingeführt wurde, litt im Dreißigjährigen Krieg schwer. Zwar übergab 1621 der Schafhirt Hans Warsch das von allen Einwohnerinnen und Einwohnern verlassene Oggersheim den Spaniern ohne Kampf, doch 1644 wurde die Stadt fast völlig zerstört. Nach weiteren Verwüstungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg brachte das 18. Jahrhundert mit der Ansiedlung von Mitgliedern des kurpfälzischen Fürstenhauses der Stadt eine Blütezeit. Seit 1720 begann der kurpfälzische Erbprinz Joseph Carl Emanuel in Oggersheim ein Schloss zu erbauen, neun Jahre später stiftete er eine Loretokapelle, die eines der wenigen pfälzischen Wallfahrtszentren wurde. Pfalzgraf Friedrich Michael ließ das Schloß erweitern. 1768 ging es in den Besitz von Kurfürstin Elisabeth Augusta über, die es bis zum Jahr 1793 als Sommersitz nutzte.  Die Anwesenheit des 160 Personen umfassenden Hofstaats der Kurfürstin gab der Stadt bedeutende wirtschaftliche und kulturelle Impulse. Die Einwohnerzahl stieg auf über 1.000 Menschen. 1782 weilte Friedrich Schiller für kurze Zeit in der Stadt, wo er an "Kabale und Liebe" und "Fiesko" arbeitete.

Mit den Kriegen der Französischen Revolution kam das Ende dieser Blüteperiode. Oggersheim fiel mit dem linken Rheinufer an Frankreich, die kurpfälzische Herrschaft und die alten Rechtsverhältnisse mit ihren Adels- und Kirchengütern verschwanden; das Schloss wurde 1794/95 fast völlig zerstört.
1813/16 wurde Oggersheim Teil der Bayerischen Pfalz. Das Landstädtchen gehörte zum Kanton Mutterstadt des Bezirksamtes Speyer. In den in der Pfalz besonders unruhigen Jahren 1831 bis 1832 erschien in Oggersheim bis zu ihrem Verbot Siebenpfeiffers liberale Zeitung "Der Westbote". Im Wallfahrtsort prallten Liberalismus und Katholizismus in scharfer Weise aufeinander.

Die zweite Jahrhunderthälfte brachte mit dem Bahnanschluss und der Gründung der Samtfabrik sowie anderer gewerblicher Betriebe den Wandel Oggersheims zur "Fabrikenstadt". Auch viele Arbeiter der Industrien der Nachbarstädte siedelten sich dort an. 1871 brach in der Samtfabrik der erste größere Streik in der Pfalz aus, die sozialdemokratische Bewegung hatte in Oggersheim eines ihrer ersten Zentren der Region.

Die Bevölkerung der Stadt wuchs kontinuierlich von 2.403 im Jahr 1855 auf 11.164 Einwohnerinnen und Einwohner im Jahr 1939. Von der Weltwirtschaftskrise wurde Oggersheim schwer getroffen. Seit 1934 entstand die vor allem von den I.G. Farben errichtete Siedlung "Notwende" nördlich der Stadt, damals die größte Werkssiedlung im Deutschen Reich. Am 1. April 1938 wurde Oggersheim zu einem Stadtteil Ludwigshafens. Von Zerstörungen blieb es im Zweiten Weltkrieg weitestgehend verschont. In den 1960er Jahren entwickelte sich eine rege Bautätigkeit. Neben neuen Wohnvierteln entstanden das Krankenhaus "Zum Guten Hirten", die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik sowie medizinische und therapeutische Einrichtungen für körperlich und geistig Behinderte. 1980 wurden die "Integrierte Gesamtschule Ernst Bloch" und das Druckzentrum der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" ihrer Bestimmung übergeben. Um die Jahrtausendwende entstand das große Einkaufsgebiet "Westlich der B 9".