Zu den wesentlichen Markenzeichen der Arbeiten Leo Erbs gehören die Nichtfarbe Weiß und die gerade Linie. Vom 22. Januar bis 30. März richtet das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen dem Künstler zu seinem 80. Geburtstag eine retrospektiv angelegte Werkschau aus.

Dabei werden Schwerpunkte auf die Materialbilder und auf die noch wenig bekannten kinetischen Skulpturen gesetzt. Mit einer unerschöpflichen Phantasie entwickelt der Künstler seit den 40er Jahren aus zwei Grundkonstanten - der (Nicht-) Farbe Weiß und der Linie Bildobjekte aus jeweils unterschiedlichen Materialien. Dazu zählen Eier, Kartonagen, weiß bemalte Holzstöcke, gefaltetes Papier, Papierstreifen, Holzlatten oder in Streichholzschachteln gefüllte Watte. Dadurch entstehen immer wieder neue faszinierende Linienbilder in Weiß. Die (Nicht-) Farbe Weiß spiegelt sich auch im alltäglichen Leben von Leo Erb wider. Er trägt ausschließlich weiße Kleidung, und die ihn umgebende Gegenstandswelt ist von dieser einen Farbe geprägt. Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 21. Januar 2003, 19 Uhr, ist ein besonderes Event in Weiß geplant. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Rede hält Prof. Dr. Manfred Schneckenburger, Direktor der Kunstakademie Münster und Leiter der Documenta 6 und 8 in Kassel. tim
In diesem Rahmen findet auch eine Vortragsreihe statt:
Freitag, 24. Januar 2003, 19 Uhr: Ernest W. Uthemann, Saarland Museum, Saarbrücken: "Zum Werk von Leo Erb" - im Rahmen einer Festveranstaltung des Förderkeises des Wilhelm-Hack-Museums;
Freitag, 21. Februar 2003, 19 Uhr: Dr. Hartwig Fischer, Konservator am Kunstmuseum Basel, "Die Farbe Weiß in Bildern und Skulpturen des 20. Jahrhunderts";
Freitag, 14. März 2003, 19 Uhr, PD Dr. Uwe Steiner, Universität Mannheim, "Farbe als Lehre, Farbe als Fetisch - Farbe als Passion. Die Farbe Weiß in der Literatur";
Sonntag, 30. März 2003, 17 Uhr: Finissage, Professor Dr. Dieter Fuder, Fachhochschule Düsseldorf, "Die Kunst der Linie". Zur Finissage erscheint ein Katalog.