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Schillerroute

Routenverlauf Ludwigshafen

Routenverlauf in Ludwigshafen

In Ludwigshafen beginnt die "Schillerroute" bereits am Rhein. Direkt am Rheinufer, am Rheinuferpark, befinden sich gleich die ersten beiden Stationen. Es handelt sich hierbei um die Standorte der ehemaligen "Fliegenden Brücke" und Schiffsbrücke sowie der Rheinschanze. Von diesen beiden Punkten geht die Fahrt weiter durch die Innenstadt zur nächsten Station, dem Stadtteilbrunnen, ehe es über die Frankenthaler Straße, der ehemaligen Oggersheimer Allee und somit einer weiteren Station, zum Roten Kreuz und dann zum Stadtteil Oggersheim geht.

1. Station: Fliegende Brücke und Schiffsbrücke

Die "Fliegende Brücke"

An dieser Stelle überquerte die erste Brücke den Rhein zwischen Mannheim und dem heutigen Ludwigshafen. Zunächst 1669 als "Fliegende Brücke" - das heißt als fest installierte, an Seilen gezogene Fähre - errichtet, die als technische Meisterleistung ihrer Zeit galt und neben Pferden und Wagen noch 100 Personen transportieren konnte, wurde diese in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch eine Schiffsbrücke ersetzt. Ihre Holzkonstruktion lag auf verankerten Kähnen auf, so dass sie mit dem Wassergang steigen und fallen konnte. Im Herbst 1872 ging Friedrich Schiller mehrfach über diese Schiffsbrücke, um vom Mannheimer Nationaltheater zu seinem Gasthaus in Oggersheim zu gelangen. Im Jahr 1865 schließlich wurde die erste feste Brücke am Standort der heutigen Konrad-Adenauer-Brücke errichtet.

2. Station: Die Rheinschanze

Die Rheinschanze

Die Rheinschanze war ab 1607 noch als vorgelagerte militärische Verteidigungsanlage Mannheims erbaut worden. In den zerstörerischen Kriegen des 17. Jahrhunderts wurde die Anlage mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts nahm diese den heutigen Raum zwischen Bahnhof-, Wrede- und Ludwigstraße ein. Im Herbst 1782 ging Friedrich Schiller mehrfach auf seinem Weg nach Oggersheim durch diese Anlage. Im Jahr 1798 wurde die Rheinschanze von den Franzosen als militärische Festung endgültig zerstört. Die Kaufmannsfamilie Scharpff und Lichtenberger gründete 1820 hier eine Handelsniederlassung, die 1843 vom bayerischen Staat erworben und nach dem damals regierenden König Ludwig I. in "Ludwigshafen" umbenannt wurde.

3. Station: Stadtteilbrunnen

Der Stadtteilbrunnen

Der Ludwigshafener Stadtteilbrunnen wurde 1985 unter Leitung von Hans-Günter Thiele von 15 Steinmetzgesellen errichtet. Acht Sandsteinstelen gruppieren sich als Oktogon um eine zentrale Plastik, welche die Innenstadt repräsentiert. Die Stelen zeigen Motive der ehemals selbstständigen Gemeinden, der erst 1853 gegründeten jüngsten Großstadt am Rhein. Wesentlich älter ist Oggersheim, das erstmals 769 erwähnt wird und schon 1317 Stadtrechte besaß. Es war Sitz einer kurpfälzischen Oberschultheißerei und seit 1720 kurpfälzische Sommerresidenz.  1938 wurde Oggersheim nach Ludwigshafen eingemeindet. Die Oggersheimer Stele zeigt den Schafhirten Hans Warsch, der die Zerstörung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg verhinderte, und erinnert an den Aufenthalt Friedrich Schillers.

4. Station: Rotes Kreuz

Das rote Kreuz

Eine Stunde Fußweg rechnete man von der Rheinbrücke nach Oggersheim. Schiller beging die Strecke im Herbst 1782 mehrfach. Abwechslung boten ihm hier die Wallfahrtsstationen. Diese Wallfahrt zwischen Oggersheim und Mannheim begründete sich dadurch, dass im Jahr 1685 eine katholische Kurfürstenlinie in der bis dahin durchweg protestantischen Kurpfalz zur Herrschaft gekommen war, die in der Folge die Rekatholisierung einleitete. Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtete "Rote Kreuz" markierte genau die Hälfte der Strecke zwischen Mannheim und Oggersheim. Den Namen erhielt es nach der Färbung des Holzkreuzes. Gegenüber dem Standort des alten "Roten Kreuzes" wurde 1987 ein von Josef Henger gestaltetes, neues "Rotes Kreuz" errichtet.

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