Mit der Eröffnung der Süddeutschen Gartenbauausstellung im Mai 1925 erlebte der nach dem damaligen Reichspräsidenten benannte Ebertpark seine Geburtsstunde. Bis zu dieser Zeit besaß Ludwigshafen kein Gelände für größere Ausstellungen und auch keine Ausstellungshallen. Das als Standort für den Park ausgewählte Gebiet, die "Friesenheimer Erdlöcher", war ein ehemaliger versumpfter Altrheinarm mit bis zu drei Meter tiefen, binsenbewachsenen Tümpeln. Durch den Einsatz von mehr als 1000 Arbeitern wurde aus dem "Schnakenloch" innerhalb kürzester Zeit das Ausstellungsgelände für die Gartenbauausstellung. Die Wahl dieses Geländes erwies sich als optimal, da für ein auch heute noch dicht besiedeltes Gebiet eine "Grüne Lunge" entstand. Zudem wurden für spätere Planungen Ansatz und Möglichkeiten geschaffen, eine Grünverbindung in die freie Landschaft auszubauen. Dieser Ausbau vollzog sich insbesondere in den Nachkriegsjahren im Zuge des Wiederaufbaus und der Neugestaltung des zu 90 Prozent zerstörten Parks. Viele der ursprünglichen Gestaltungsideen blieben dabei erhalten und wurden mit neuen Elementen harmonisch kombiniert.