Vor über hundert Jahren lag der Ludwigsplatz noch unmittelbar am Wasser, dem ehemaligen Winterhafen der Stadt.

Der Ludwigsplatz gilt als ein Kleinod in der Innenstadt.

Jahrzehnte hinweg bestimmten der Hafen und der im Norden angrenzende Hauptbahnhof das Leben auf dem Platz. Auch der Wochenmarkt hatte hier seinen idealen Standort. Städtebaulich verdankte der Platz seinen Reiz nicht nur seiner einfachen, klaren Gestaltung, der Gliederung durch eine Doppelreihe Platanen und dem Monumentalbrunnen zu Ehren von König Ludwig I. in der Platzmitte, sondern insbesondere seiner Öffnung zum Rhein hin.

Mit der Verfüllung des Winterhafens 1957 und der späteren Verlagerung des Hauptbahnhofs an den heutigen Standort musste die Anlage der städtebaulichen Entwicklung Tribut zollen und verkam immer mehr zu einer ungeordneten Abstell- und Parkplatzfläche.

Nachdem die Stadt Ende der achtziger Jahre das Potential des Platzes mit seinen alten Platanen und dem ansässigen Café Laul wieder entdeckt hatte, konnte der Platz unter Einbindung der Gleisanlage zu einer sehenswerten innerstädtischen Grünanlage umgestaltet werden, die entlang ihrer Mittelachse immer wieder mit interessanten Skulpturen, künstlerisch gestalteten Brunnen und farbenfroh bepflanzten Blumenrabatten aufwartet.