Mit der Ausstellung "SUK ein partizipatorisches Projekt mit Geflüchteten aus der Region Ludwigshafen" vom 18. November bis 10. Dezember 2017 beschließt der Kunstverein Ludwigshafen sein diesjähriges Ausstellungsprogramm. Eröffnet wird "SUK" am Samstag, 18. November, 18 Uhr.

Im Anschluss an die Eröffnung lädt Kultur-Rhein-Neckar zusammen mit der Gruppe Stadt-Spaziergang zu einem west-östlichen Büfett ein. Um 20 Uhr gibt es ein Eröffnungskonzert mit dem LINDQUIST/MBOGE DUO. Der Gitarrist Jan Lindquist (Guru Guru) und der gambische Sänger und Gitarrist Fallou Mboge spielen moderne und traditionelle Gitarrenmusik.

Über die Ausstellung

Die Ausstellung SUK präsentiert und dokumentiert die Ergebnisse eines Projekts, das unter der Anleitung des Künstlers Philipp Morlock von Februar bis März 2017 mit jungen Geflüchteten aus Ludwigshafen stattgefunden hat. In der Werkstatt des Künstlers wurden gemeinsam unter handwerklicher Anleitung verschiedene Sitzmöbel gebaut, die jetzt im Kunstverein Ludwigshafen ausgestellt werden und zum Gespräch einladen. Mit den Stühlen und Bänken soll ein Ort geschaffen werden, der neue Möglichkeiten der Begegnung und der Kommunikation zwischen Einheimischen und Geflüchteten bietet. Viele Geflüchtete suchen zum Erlernen der deutschen Sprache immer noch Sprachpaten. Die Ausstellung bietet dafür eine Art "Kontaktbörse". Unter dem Motto "Sprich mit mir"  lädt der Kunstverein Ludwigshafen von Dienstag bis Sonntag zwischen 16 bis 18 Uhr deutsch sprechende Personen und Geflüchtete ein, auf unkomplizierte Weise miteinander in Kontakt zu treten, ins Gespräch zu kommen und bestenfalls gemeinsam eine Sprachpatenschaft einzugehen.

Im Rahmen der Ausstellung findet ein umfangreiches Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt.

Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei.

Ismat Amiralai - die arabische Kalligrafie - die Kunst des schönen Schreibens

Im Rahmen von SUK werden aus dem Werk von Ismat Amiralai eine Auswahl von Kalligrafien ausgestellt, die seine virtuose Beherrschung der Kalligrafie, der Kunst des schönen Schreibens, unter Beweis stellt. Die Kalligrafie ist die vornehmste der islamischen Künste und der charakteristische Ausdruck des islamischen Geistes. Ismat Amiralai, 1938 in Damaskus geboren, kam 1960 nach Deutschland und studierte in Mannheim bei Wolf Magin Grafik-Design und bei Paul Berger-Bergner und Hans Nagel Malerei; er setzte das Malereistudium in Berlin fort. Zurück in der Heimat arbeitete er als Künstler und widmete sich der arabischen Kalligrafie, die er in den 1970er Jahren in Damaskus bei den syrischen Meistern Ahmad Albari und Hilmi Habbab erlernt hat. Heute lebt Ismat Amiralai in Mannheim.

Filmabend am 6. Dezember um 19 Uhr

"Flut im Baath Land" ein Film von Omar Amiralay mit einer Einführung von Rafik Schami. Omar Amiralay wurde 1944 in Damaskus geboren, wo er am 5.2. 2011 verstarb. Er war ein sehr bekannter syrischer Filmemacher und galt als einer der führenden Dokumentaristen in der arabischen Welt. Der Dokumentarfilm "Flut im Baath Land" macht die verheerenden Auswirkungen der 35 Jahre währenden Alleinherrschaft der Baath-Partei deutlich und stellt eine harsche Kritik am Regime dar.