Die Saison 2018/19 der Pfalzbau Bühnen steht im Zeichen der Theaterstadt München. Insbesondere bei den Festspielen Ludwigshafen stellen sich die großen Schauspielhäuser mit Klassischem und Modernem und vor allem bekannten Stars dem Ludwigshafener Publikum vor.

Die Selbstmordschwestern © Judith Buss

Das Residenztheater ist mit vier Aufführungen vertreten: Ayad Akhtars Erfolgsstück Geächtet, Martin Kušejs Inszenierung von Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, Nikolaus Habjans vielbeachteter Version von Marivauxs‘ Der Streit  und Molières Tartuffe. Die Kammerspiele zeigen Susanne Kennedys überwältigend-körperliche, rauschhafte Interpretation von Eugenides‘ Die Selbstmordschwestern und das von Andrea Gronemeyer geleitete Kinder- und Jugendtheater Schauburg gastiert mit zwei Produktionen für Kinder und Jugendliche. Ein Höhepunkt im Spielplan wird zweifellos Der Kaufmann von Venedig vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg mit Joachim Meyerhoff in der Rolle des Shylock sein. Ergänzt wird das vielfältige Schauspielprogramm durch eine Reihe von Lesungen, u.a. von Brigitte Hobmeier und Josef Bierbichler.

Das abwechslungsreiche Tanzprogramm der Festspiele wird erstmals von der Choreographin Nanine Linning verantwortet und bringt großartige Ballettensembles wie das Ballett Basel oder das Scapino Ballet Rotterdam auf die Bühne. Eröffnet wird das Festival mit einem zweiteiligen Abend des renommierten Ballet National de Marseille, das jüngste und international bejubelte Tanzstück der Hofesh Shechter Company steht ebenso auf dem Spielplan wie Experimentelles, z.B. die taiwanesische Produktion Huang Yi & Kuka mit einem tanzenden Roboter im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Linnings durch das Werk des bekannten Malers inspirierten Tanzstück Bacon. Gefördert wird der Tanz bei den Festspielen Ludwigshafen auch in diesem Jahr von der BASF SE.

Mit großen Namen glänzt auch das weitere Programm.  Es hält u.a. ein Griechenland gewidmetes Festival Nach Athen! bereit, das einen spannenden Mix aus verschiedenen Tanztheaterstücken, politischem Theater zum Thema Europa, Konzerten, Diskussionen, Projekten und einem großen WELTfest verspricht.

Auch das Programm der weiteren Saison punktet mit herausragenden Gastspielen und Koproduktionen. So gastieren u.a. das französische Ballet Preljocaj, die brasilianische Grupo Corpo und die Compagnia Aterballetto in den Pfalzbau Bühnen. Das Bayerische Staatsballett zeigt Christian Spucks opulentes Handlungsballett nach Tolstois Roman Anna Karenina. Im Schauspiel dürfen sich die Zuschauer auf Aufführungen des Thalia Theaters Hamburg, des Deutschen Theaters Berlin und des Theater Basel freuen. In einer Eigenproduktion der Pfalzbau Bühnen mit Schauspielern inszeniert Intendant Tilman Gersch Goethes Sturm und Drang-Werk Götz von Berlichingen.