Seit 2012 befindet sich der hack-museumsgARTen auf dem Hans-Klüber-Platz mitten in Ludwigshafen. Das ursprünglich für ein Jahr konzipierte Außenraumprojekt des Wilhelm-Hack-Museums startet pünktlich zum Frühlingsbeginn am Freitag, 20. März 2015, in seine vierte Saison.

Grüne Oase mitten in der Stadt: der hack-museumsgARTen auf dem Hans-Kübler-Platz. Foto: Joachim Hegmann

Seit 2012 besteht der hack-museumsgARTen als Urban-Gardening-Projekt, bei dem alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen sind, dem Stadtraum, der Natur und der Kunst Neugierde, Aufmerksamkeit und Zuwendung zu schenken. Ursprünglich als einjähriges Projekt geplant, engagieren sich nun bereits im sechsten Jahr alljährlich rund 200 Bürgerinnen und Bürger und verwandeln die frühere Betonwüste mit aromatischen Kräuter, bunten Staudenpflanzen, Nasch-Obst und Gemüse in Hochbeeten, Kisten oder Kübeln, in eine grüne Oase, zur Freude vieler Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener sowie Besucherinnen und Besucher von außerhalb.

Die Beteiligten pflegen nicht nur Beete und Pflanzen, sondern sowohl den intensiven Austausch untereinander, als auch mit dem Wilhelm-Hack-Museum.
In den vergangenen fünf Jahren haben sie eine enge Verbindung zum Museum aufgebaut: Ausstellungen werden gemeinsam besucht, Veranstaltungen mit dem Museum durchgeführt, wie beispielsweise der Internationale Museumstag, die Tour der Kultur oder Familientage drinnen und draußen. Über Kunstaktionen, Workshops und Veranstaltungen wird das Zusammenspiel zwischen Kunst, Natur und Stadt in den Blick genommen.

Dank der großen Eigeninitiative finden auch in diesem Jahr wieder viele Veranstaltungen und Gemeinschaftsaktionen statt: von Spanischunterricht im Grünen, einem "Tischlein-Deck-Dich Frühstück" im Garten über Workshops die sich Heil-/Wildkräutern, der Herstellung von Farben aus Pflanzen und Gewürzen sowie dem Brotbacken im selbstgebauten Steinbackofen widmen, bis hin zu interkulturellen Festen, musikalischen Lesungen und Konzerten, die mit den beteiligten Organisationen/Initiativen oder im Rahmen des Kultursommers Ludwigshafen durchgeführt werden.

Der "Museumsgarten für alle" ist mittlerweile zu einem "Langzeitprojekt" geworden und in dieser Form in der Museumslandschaft einmalig. Mit dem Gartenprojekt schlägt das Wilhelm-Hack-Museum eine wichtige Brücke in die Stadtgesellschaft. Als öffentlicher Ort der Begegung und experimenteller Raum, der Eigeninitiative und Austausch ermöglicht sowie soziale und kulturelle Barrieren abbaut, ist er nicht mehr wegzudenken. 

Publikation erhältlich

Wie sich das Projekt in den letzten fünf Jahren entwickelt hat und was es auszeichnet, stellt die pünktlich zum Saisonstart erschienene Publikation "hack-museumsgARTen - Ein Garten für alle! Museum trifft Urban Gardening" dar unter anderem mit Textbeiträgten der Soziologin Christa Müller, Geschäftsführerin der anstiftung, München, Kirsten Clauia Voigt, Kuratorin und Joseph Beuys Expertin, Kunsthalle Karlsruhe. Das Buch ist beim Verlag orange-press erschienen und zum Preis von 18 Euro im Museum und im Buchhandel erhältlich. Die Publikation wurde von der BASF SE unterstüzt.

Das hack-museumsgARTen wird 2017 von der GAG Ludwigshafen und der anstiftung, München, gefördert.

Titelbild: Joachim Hegmann