Junge Szene Ludwigshafen ist die Partnerschaft der freien Ludwigshafener Kinder- und Jugendtheater und dem Kulturbüro der Stadt Ludwigshafen. Seit 1993 ist in Ludwigshafen eine Theaterszene entstanden, in der unabhängige TheatermacherInnen und TheaterpädagogInnen wegweisendes und überregional ausgezeichnetes Theater für die junge Generation entwickeln.

Logo "Junge Szene" Ludwigshafen.

Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung einer materiell, ideell und künstlerisch sich austauschenden Szene.

Der Zusammenschluss der Theater zur Jungen Szene Ludwigshafen wird sich durch koordinierte und gemeinsame Werbearbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Dabei sollen künstlerische und organisatorische Eigenständigkeit genauso gewahrt werden wie persönliche und ästhetische Profile. In der Vielfalt der unterschiedlichen Arbeitsansätze liegt die besondere Kraft und Exklusivität für die Stadt Ludwigshafen und die Metropolregion.

Mit jährlich 130 Veranstaltungen, 8500 Besuchern und 700 Kindern und Jugendlichen in Workshops sind in der Partnerschaft die leistungsfähigsten Akteure Ludwigshafens im Bereich der kulturellen Bildung für Heranwachsende versammelt.

NANOtheater e.V. wurde 2015 gegründet, mit dem Ziel, performative Theaterkunst mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Amateuren zu entwickeln, sowie urbane Bau- und Performancekunst voranzutreiben. NANOStücke sind kurze, schnelle Geschichten für zwischendurch, in kleinem Raum, für ein kleines Publikum. Dadurch, dass NANOStücke beinah überall spielbar sind, geraten Alltagsorte in das Blickfeld des Konzeptes: die Stadt wird zu einem kulturellen Raum. Künstlerische Leiterin des Vereins ist Regisseurin Éva Adorján.

Das AdRem JUGENDTHEATER ist seit 2003 kulturelle Begegnungs- und Bildungsstätte mit vielfältigen soziokulturellen Angeboten jenseits des Schulalltags. Es gibt Jugendlichen einen geschützten Raum, um sich über das Theater- und Rollenspiel kritisch mit Aspekten des gesellschaftlichen Miteinanders auseinanderzusetzen. Die Vielseitigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die damit verbundene Vielfalt an Kulturen, sozialen Schichten und Perspektiven ermöglichen kreative Reibungsflächen, um unterschiedliche Sichtweisen und Empfindungen konstruktiv zu verhandeln. Leitung: Gabriele Twardawa – Theater-und Sozialpädagogin.

Die KiTZ Theaterkumpanei ist das einzige freie professionelle Kinder- und Jugendtheater in Ludwigshafen. Seit Gründung im Jahr 1989 findet das Ensemble immer neue Antworten auf die Frage: Wie kommt das Theater zum Publikum? Gespielt wird im Theaterzelt in allen Stadtteilen Ludwigshafens und im Theaterladen in Mundenheim. Mit knackigen Dialogen entwickeln die Schauspieler auf der Bühne dramatische Konflikte, die alle berühren, die das Publikum fordern, die Kante zeigen und dabei witzig und humorvoll bleiben. Leitung: Bärbel Maier, Peer Damminger.      

Die drei genannten Ensembles ergänzen sich in ihrer Arbeit und ihren unterschiedlichen Zielgruppen perfekt zu einem flächendeckenden kulturellen Angebot. Weil sie mit und für alle Kinder, Jugendliche und erwachsene Bewohner*innen der Stadt von sozialer und kultureller Herkunft unabhängig kulturelle Angebote schaffen, verstärken sie die Identifikation dieser Menschen mit ihrer Stadt und prägen ihr Kunstverständnis.

Das Kulturbüro Ludwigshafen versteht sich als Inkubator und Plattform für Kinder- und Jugendtheater in all seinen Ausprägungen und Darstellungsformen. Als Abteilung für Kulturförderung ist das Kulturbüro vertrauensvoller Partner für die freien Akteurinnen und Akteure der Szene. Als Veranstalter der Festivals Theater International und Schultheaterwoche bietet das Kulturbüro Formate für junges Theaterschaffen und begeistert so Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für die zeitlose Magie des Theaters.

KINDER BRAUCHEN KUNST

Jedes Kind hat ein Recht auf die Begegnung mit lebendiger Kunst, denn Kunst ist nicht nur dazu da, das Leben schöner zu machen.
Die Begegnung mit lebendiger Kunst erweitert die Wahrnehmung und die Fantasie, sie weckt die eigene Kreativität, Toleranz und Neugier. Sie macht Mut zur Begegnung mit dem Unvertrauten und sie kann beim Bearbeiten von Dingen helfen, die sich im verbalen Diskurs nicht erschließen.
Der Umgang mit lebendiger Kunst war und ist zu allen Zeiten ein wichtiger Bestandteil der individuellen und kollektiven Persönlichkeitsbildung.

(Aus: KINDER BRAUCHEN KUNST - KINDER BRAUCHEN THEATER. Grundlegende Gedanken und konkrete Projektideen zur Förderung einer produktiven Zusammenarbeit zwischen Theatern und Schulen im Mai 2004)