Er ist einer der längsten Flüsse Europas und eine der wichtigsten Wasserstraßen: der Rhein. Seine Bedeutung für die Geschichte der Menschen in Mitteleuropa nachzuspüren, damit beschäftigt sich die neue Vortragsreihe des Historischen Vereins in Ludwigshafen, die im Oktober 2017 startet und bis Mai 2018 dauern wird.

Dabei werden vielfältige Aspekte des Themas "Rhein" angesprochen: der Wandel des Naturraums Rhein, die Bedeutung des Flusses in der Antike zur Zeit des Römischen Reiches oder  seine Rolle im Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich. Darüber hinaus werden der Rhein als Schiffahrtsstraße, als Ort der Energiegewinnung behandelt, thematisiert werden aber auch die Bedeutung des Rheins als Ort romantischer Wunschbilder  im sich industrialisierenden 19. Jahrhundert und die nationale Vereinnahmung des Flusses z. B. in den frühen Filmen der Weimarer Republik. Nicht fehlen darf natürlich die Geschichte der Rheinbegradigung durch Johann Gottfried Tulla, mit der vor genau 200 Jahren im Frühjahr 1817 begonnen wurde.

Programm

Die Vorträge finden im Vortragssaal des Stadtarchivs Ludwigshafen statt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Emil Dister, Karlsruhe
Der Rhein - ein Naturraum im Wandel

Donnerstag, 23. November 2017, 18.30 Uhr
Dr. Ing. Norbert Rösch, Karlsruhe
Die Rheinbegradigung durch Johann Gottfried Tulla

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 18.30 Uhr
Dr. Andreas Imhoff, Bad Bergzabern
Deutschland, Frankreich und der Rhein in den vergangenen vierhundert Jahren

Donnerstag, 25. Januar 2018, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Ralf Banken, Frankfurt
Kohle, Schlepper und AGs.
Die Bedeutung der Rheinschifffahrt für die Industrialisierung am Oberrhein

Donnerstag, 22. Februar 2018, 18.30 Uhr
Dr. Jürgen Schafranietz, Basel
Strom aus Wasserkraft. Der Hochrhein als Energieachse

Donnerstag, 15. März 2018, 18.30 Uhr
Dr. Isabel Kappesser, Ingelheim
Grenzfluss, Verbindungsweg, Schifffahrtsstraße – der Rhein in provinzialrömischer Zeit

Donnerstag, 19. April 2018, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Matthias Winzen, Saarbrücken
Die malerische Romantisierung des Rheins in der Frühphase seiner Industrialisierung

Donnerstag, 3. Mai 2018, 18.30 Uhr
Brigitte Braun, M.A., Vallendar/Koblenz
Die nationale Besetzung einer Landschaft. Der Rhein im Film der Weimarer Republik