Innen und außen runderneuert präsentiert sich das Gebäude, das Team der Stadtbibliothek tritt mit einem neuen Konzept an, dass die Bibliothek noch mehr als bisher zu einem Begegnungszentrum für Menschen aller Altersklassen und aller Kulturen machen soll.

Neu: Das dritte Obergeschoß, in dem bisher Büros untergebracht waren, steht unter dem Namen "Ideenw3rk" allen offen, die kreativ sein wollen. Hier finden sich zum Beispiel PCs, 3D-Drucker, Software für Video- und Tonbearbeitung, Handwerks- und Zeichenmaterialien aber auch VR-Brillen, mit denen man in virtuelle Welten eintauchen kann. Im "Fre1raum" im ersten Stock finden Jugendliche einen Platz, an dem sie sich treffen, entspannen oder aktiv werden können. Mit einem speziell auf junge Menschen zwischen 14 und 19 ausgerichteten Medienangebot soll der "Fre1raum" der Ort für die Jugendclubs der Stadtbibliothek sein, den sie mitgestalten können. Zukünftig ist die Rückgabe von Medien rund um die Uhr auch außerhalb der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek an einem Automaten möglich.

Finanzierung

Die Kosten für Umbau und Modernisierung der Stadtbibliothek belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Euro. Der Umbau wurde in der ersten Bauphase gefördert aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des rheinland-pfälzischen Förderprogramms "Wachstum durch Innovation". Dabei erhält die Stadt 50 Prozent Fördermittel aus EFRE und 30 Prozent Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm des Innenministeriums. Die zweite Bauphase wurde gefördert aus dem Stadtumbauprogramm, in das Mittel des Landes Rheinland-Pfalz und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fließen. In beiden Bauabschnitten hat die Stadt Ludwigshafen je 20 Prozent der Kosten selbst getragen. Die Fördermittel betragen insgesamt rund 6 Millionen Euro.

Verantwortlich für die Modernisierung ist der Bereich Gebäudemanagement der Stadt. Beauftragter Architekt ist Prof. Heribert Wiesemann, Köln. Es ist geplant, weitere Sanierungsmaßnahmen im angrenzenden Bürgermeister-Reichert-Haus umzusetzen. Hier sollen perspektivisch neue Räume für die Kinderbibliothek entstehen, die deutlich größer sind, als die nun zur Verfügung stehenden Flächen. Die Vorplanung läuft, ebenso die Absprachen mit den Zuschussgebern.