Zum dritten Mal seit 2011 befragte die Stadtverwaltung Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung. Ab Freitag, 25. Oktober 2013, konnten interessierte Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener am dritten Bürgerpanel teilnehmen und sich zum Thema "Ziele für die Stadtentwicklung" äußern.

Im April 2013 haben Stadtentwicklungsausschuss, Stadtentwicklungsbeirat und Kulturausschuss der Stadt Ludwigshafen der Verwaltung den Auftrag gegeben, die Ziele für die mittelfristige Stadtentwicklung zu aktualisieren. Dies soll in einem breit angelegten Diskussionsprozess sowohl mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Gebieten, als auch mit der Bürgerschaft geschehen. Im Sommer gab es im ersten Schritt bereits Experten-Workshops. Im nun folgenden zweiten Schritt werden die Bürgerinnen und Bürger Ludwigshafens aufgerufen, ihre Einstellungen und Meinungen über die Ziele der Stadtentwicklung in einer Bürgerumfrage mitzuteilen. Die Ergebnisse fließen dann ein in die Arbeit weiterer Workshops, an deren Ende im Jahr 2014 ein Leitbild für die Entwicklung von Ludwigshafen stehen soll.

Zum dritten Mal Bürgerpanel

Für die Befragung wurde zum dritten Mal die Methode des Bürgerpanels gewählt. Bereits in Zusammenhang mit der Bürgerumfrage vom Januar 2011 hatte die Stadt angekündigt, die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin zu ausgewählten aktuellen Themen zu befragen. Im Rahmen der Bürgerumfrage hatten sich rund 350 Personen für eine Teilnahme an zukünftigen Befragungen registriert. Sie werden nun angeschrieben. Darüber hinaus konnte aber jede Person mitmachen, die Interesse an der Befragung hatte. Außerdem erhielten rund 700 Bürgerinnen und Bürger, die nach dem Zufallsprinzip aus den Einwohnermeldedaten ausgesucht wurden, den Fragenbogen direkt von der Stadtverwaltung. Damit sollte gewährleistet werden, dass die Ergebnisse der Befragung repräsentativ sind.

Hintergrund: Was ist ein Bürgerpanel?

Ein Bürgerpanel ist eine repräsentative Auswahl von Bürgerinnen und Bürgern, die in regelmäßigen Abständen zu kommunalpolitischen Themen und zur Bewertung der Arbeit von Verwaltungen befragt wird, um daraus Anregungen und Impulse für Verbesserungen zu gewinnen. Das zunächst in Großbritannien praktizierte Verfahren wurde vom Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer weiter entwickelt und in mehreren deutschen Kommunen exemplarisch erprobt. Die Vorteile liegen darin, dass die Informations- und Datenbasis von Entscheidungen verbessert und eine große Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern kontinuierlich in kommunalpolitische Meinungsbildungsprozesse einbezogen wird.