In einem speziell abgegrenzten Quartier des Stadtteils Süd soll die Energieeffizienz gesteigert und der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) gemindert werden. Dies ist das Ziel des Projektes "KfW 432" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das die Stadt Ludwigshafen gemeinsam mit der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) aus Mainz umsetzen möchte.

Mit dem Projekt sollen Menschen, die in dem Quartier wohnen, arbeiten, einkaufen und öffentliche Einrichtungen besuchen, auf die Möglichkeiten eines umweltbewussten Zusammenlebens aufmerksam gemacht und mit ihnen zusammen Projekte realisiert werden, die langfristig den Energiebedarf des Quartiers senken und die Lebensqualität innerhalb des Stadtteils steigern.

Ein Planungsbüro erstellt gemeinsam mit beteiligten Akteuren und Bürgern ab März 2017 binnen eines Jahres eine Bestandsanalyse zu C02-Verbräuchen und einen Maßnahmenkatalog. Im Anschluss daran sollen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden fünf Jahren mögliche Einsparmaßnahmen umgesetzt werden. Zum Projekt gehören auch regelmäßige Akteurstreffen und Workshops. Zu den Akteuren zählen unter anderem Vertreter des Landes, der Stadt, Energieversorungsunternehmen, die Interessensgemeinschaft der Gewerbetreibenden sowie Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten und der Kirche.

Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung, zu der Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger Bürgerinnen und Bürger sowie Nutzerinnen und Nutzer des Quartiers herzlich einlädt, fand am Mittwoch, 10. Mai 2017, um 19 Uhr in der Unterkirche der Herz-Jesu-Kirche statt. Gleichzeitig wurde die Webseite zum Projekt www.sued-saniert.de freigeschaltet.

Workshops zu verschiedenen Themen

Die Workshops stehen unter bestimmten Themen wie Mobilität, Grünflächen, Gebäudesanierung, Bildung und Gewerbe. Erörtert werden beispielsweise, welche Dachflächen sich für Solaranlagen eignen, in welchen Straßen Fernwärme genutzt werden kann, welche Standorte sich für das Aufstellen von Leihfahrrädern eignen, wie Innenhöfe und Fassaden begrünt und oder wo regionale Produkte angeboten werden können. In Schulen und Kindertagesstätten können Beratungsgespräche zum Energieeinsparen sowie Bildungsprojekte angeboten werden.

Die Einbindung der Öffentlichkeit durch Bürgerversammlungen, die angebotenen Workshops und die Möglichkeit, sich über eine Onlineplattform zu informieren und sich einzubringen, sind besondere Merkmale des Projektes. Das rund 25 Hektar große Untersuchungsgebiet liegt in dem Bereich zwischen Roonstraße, Bleichstraße, Wittelsbachstraße und dem Bürgermeister-Kraft-Platz. Es umfasst ein allgemeines Wohngebiet, die Mundenheimer Straße als Geschäftsstraße und einen Bereich mit öffentlichen Einrichtungen wie der Kirche und verschiedenen Schulen.

Gefördert wird das circa 148.500 Euro teure Projekt zu 65 Prozent mit finanziellen Mitteln der KfW. Abzüglich der Eigenleistung des städtischen Personals und der Sachkosten verbleibt ein Stadtanteil von circa 17.000 Euro. Die Projektleitung hat eine Mitarbeiterin der städtischen Abteilung Stadterneuerung.