In einem speziell abgegrenzten Quartier des Stadtteils Süd soll die Energieeffizienz gesteigert und der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) gemindert werden. Dies ist das Ziel des Projektes "KfW 432" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), das die Stadt Ludwigshafen gemeinsam mit der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) aus Mainz umsetzen möchte.

Mit dem Projekt sollen Menschen, die in dem Quartier wohnen, arbeiten, einkaufen und öffentliche Einrichtungen besuchen, auf die Möglichkeiten eines umweltbewussten Zusammenlebens aufmerksam gemacht und mit ihnen zusammen Projekte realisiert werden, die langfristig den Energiebedarf des Quartiers senken und die Lebensqualität innerhalb des Stadtteils steigern.

Ein Planungsbüro erstellt gemeinsam mit beteiligten Akteuren und Bürgern ab März 2017 binnen eines Jahres eine Bestandsanalyse zu C02-Verbräuchen und einen Maßnahmenkatalog. Im Anschluss daran sollen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden fünf Jahren mögliche Einsparmaßnahmen umgesetzt werden. Zum Projekt gehören auch regelmäßige Akteurstreffen und Workshops. Zu den Akteuren zählen unter anderem Vertreter des Landes, der Stadt, Energieversorungsunternehmen, die Interessensgemeinschaft der Gewerbetreibenden sowie Vertreterinnen und Vertreter von Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten und der Kirche.

Mitmachen

Während des ersten Workshops am 28. Juni 2017 hatten Bürgerinnen und Bürger vielfältige Ideen zum Thema "Mobilität und Verkehr im Klimaquartier" entwickelt. Die Ergebnisse wurden zusammengefasst und aufbereitet. Für alle Bürgerinnen und Bürger, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, besteht die Möglichkeit, auf der Homepage www.sued-saniert.de diese Ideen zu bewerten. Die Ergebnisse der Umfrage werden im kommenden Bürgerworkshop mit dem Thema: "(Grün)-vernetzung im Quartier - die Nähe zum Rhein erlebbar machen" am Mittwoch, 16. August 2017, um 19 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche präsentiert. 

Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung mit Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger fand am Mittwoch, 10. Mai 2017, um 19 Uhr in der Unterkirche der Herz-Jesu-Kirche statt. Gleichzeitig wurde die Webseite zum Projekt www.sued-saniert.de freigeschaltet.

Hintergrund

Die Einbindung der Öffentlichkeit durch Bürgerversammlungen, die angebotenen Workshops und die Möglichkeit, sich über eine Onlineplattform zu informieren und sich einzubringen, sind besondere Merkmale des Projektes. Das rund 25 Hektar große Untersuchungsgebiet liegt in dem Bereich zwischen Roonstraße, Bleichstraße, Wittelsbachstraße und dem Bürgermeister-Kraft-Platz. Es umfasst ein allgemeines Wohngebiet, die Mundenheimer Straße als Geschäftsstraße und einen Bereich mit öffentlichen Einrichtungen wie der Kirche und verschiedenen Schulen.

Gefördert wird das circa 148.500 Euro teure Projekt zu 65 Prozent mit finanziellen Mitteln der KfW. Abzüglich der Eigenleistung des städtischen Personals und der Sachkosten verbleibt ein Stadtanteil von circa 17.000 Euro. Die Projektleitung hat eine Mitarbeiterin der städtischen Abteilung Stadterneuerung.