Die durch die Anregungen und Aufträge der Bürgerbeteiligung sowie des Stadtrats "weiterentwickelte Stadtstraße" ist wie die "Stadtstraße lang" eine mehrspurige, rund 860 Meter lange, ebenerdige Verkehrsverbindung zwischen der Lorientallee im Westen und der Kurt-Schumacher-Brücke im Osten.

Um den Verkehrsfluss und die unterschiedlichen Verkehrsbeziehungen insgesamt deutlich für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern und um die Belastungen während den Bauzeiten zu verringern, schlagen die Ingenieure wesentliche Veränderungen am so genannten Nordbrückenkopf vor, also der Verbindung zwischen der Stadtstraße und der Kurt-Schumacher-Brücke.  Durch den Abriss des Würfel-Bunkers eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten.

Auch wenn es bei einer veranschlagten Bauzeit von rund 7,75 Jahren bleibt, können während dieser Zeit die verschiedenen Bauabläufe deutlich besser miteinander verknüpft werden, was zu einer Verkürzung des Zeitraums mit starken Verkehrsbehinderungen von fünf auf 4,5 Jahre führt. Zudem  kann der Verkehr während der Bauzeit besser fließen.

Durch den Abriss des Bunkers und die Verlegung der Rheinuferstraße in Richtung Osten ergibt sich eine  klarere Anordnung der Straßen und Rampen und es entstehen kompaktere und besser nutzbare freie Flächen in unmittelbarer Nähe zum Rathaus-Center und zum Stadtteil Nord/Hemshof.

Seit dem Frühjahr 2014 und in Anknüpfung an die Öffentlichkeitsbeteiligung ergaben sich bei der "Stadtstraße lang" weitere planerische Überlegungen. Auch dabei hätte der Bunker abgerissen sowie ein erheblicher Betrag für die Aufrechterhaltung des Straßenbahnbetriebes Richtung Oppau in ein Provisorium investiert werden müssen; die geschätzten Kosten für diesen Zwischenschritt lagen bei rund 275 Millionen Euro gegenüber 267 Millionen Euro. Allerdings wurden weitere verkehrliche Verbesserungen und Entlastungen für Verkehrsteilnehmer und Anwohner angestrebt. Diese konnten mit der nun vorliegenden Lösungsvariante erzielt werden. Die Baukosten für die "weiterentwickelte Stadtstraße" mit allen Verbesserungen werden auf rund 280 Millionen Euro geschätzt. Die künftigen Unterhaltskosten liegen auf ähnlichem Niveau wie bei der "Stadtstraße lang".

Ebenfalls wie bei der "Stadtstraße lang" liegen die Feinstaub und Stickstoffwerte bei der "weiterentwickelten Stadtstraße"  unter den zulässigen Grenzwerten.  Auch die Anforderungen an den Lärmschutz bleiben unverändert, allerdings verbessert sich die Situation für die bestehende Bebauung des Hemshof durch das Abrücken der Auffahrten und deren geringere Neigung.