Im April 2014 wurden die ersten Pflanzen gesetzt, mittlerweile blüht schon einiges. Der neue Interkulturelle Mitmach-Garten auf dem Gelände hinter dem Gemeindezentrum der Comeniuskirchengemeinde wächst und bringt unterschiedliche Menschen zusammen.

Jungs der Klasse 9a der Adolf-Diesterweg-Realschule plus haben eine Bank aus Holz für den Garten gebaut.

Von Kräutern und Kartoffeln bis hin zu Lavendel und Stiefmütterchen reicht die Vielfalt der Pflanzen, die im Interkulturellen Mitmach-Garten zu finden ist. Als Blumenkübel dienen beispielsweise leere Farbeimer, Holzkisten und große Taschen. Meist stehen diese auf Holzpaletten, deren Anordnung variabel ist.
Bewusst haben die Initiatoren des Gartens - Quartiersmanager Reimar Seid vom Soziale Stadt Büro Oggersheim West, Pfarrerin Reinhild Burgdörfer von der Kirchengemeinde und Levent Ekici vom Verein "El Ele - Hand in Hand" - darauf verzichtet, das Gelände einzuzäunen. Es ist markiert, soll aber jederzeit zugänglich sein. Beteiligte können ihre "Beete" pflegen, wann sie möchten. Zur Bewässerung können sie Wasser aus einer eigens für das Projekt angeschafften Regenwassersammeltonne entnehmen, die nach Bedarf auch mit Leitungswasser aufgefüllt wird.

Regelmäßig finden an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat "Garten-Treffen" im Comeniuszentrum statt. Der Garten soll auch für Veranstaltungen genutzt werden. Das Fastenbrechen im Ramadan, das das Quartiersmanagement seit Jahren gemeinsam mit El Ele" und der Comeniuskirchengemeinde organisiert, wird wohl in den Garten umziehen. Und auch ein Erntedankfest im Herbst ist schon in Planung. Da trifft es sich gut, dass Schüler der 9a der Adolf-Diesterweg-Realschule plus im Fach Arbeitslehre einen Beitrag für den Garten leisten, und zwar in Form von Sitzgelegenheiten. So entwarfen die zehn Jungen zunächst auf dem Papier, dann mit Hilfe von Pappe Modelle für Holzbänke, die sie nun nach und nach bauen.

Ziel des Projektes ist es, ein Stück "Brachland", zentral im Gebiet gelegen, für alle Anwohnerinnen und Anwohner nutzbar zu machen und einen Ort der Begegnung zu schaffen, betonen die Initiatoren. Auf dem Gelände, auf dem der Mitmachgarten entsteht, sollte vor Jahrzehnten ein Kirchengebäude mit einem Kirchturm gebaut werden. Aber die Pläne wurden verworfen und die Gottesdienste finden im Gemeindezentrum statt.

Für das Gartenprojekt nach dem Vorbild des hack-museumsgARTens suchen die Initiatoren jederzeit Sponsoren, beispielsweise Garten- und Baumärkte in der Umgebung, die mit Sachspenden wie Pflanzen und Gartengeräten das Projekt unterstützen. Weitere Informationen gibt es im Soziale Stadt Büro.