Das Sanierungsgebiet Mitte liegt innerhalb der Innenstadt von Ludwigshafen. Es steht in enger Beziehung zum neuen Stadtquartier im ehemaligen Zollhofhafen und der damit verbundenen neuen Ausrichtung der Stadt Ludwigshafen zum Rhein.

Blick vom Rathausdach: das Sanierungsgebiet Mitte.

Das Sanierungsgebiet Mitte umfasst rund 10,3 Hektar und verläuft zwischen Rathaus im Norden und Wredestraße im Süden. Kernpunkt ist das zwischen Bismarckstraße und Ludwigstraße liegende Quartier. Im April 2011 wurde das Sanierungsgebiet um den Bereich zwischen Ludwigstraße und Zollhof-/Lichtenbergerstraße sowie Bahnhofstraße und Wredestraße erweitert.

Einkaufen, Ausgehen, Kultur und Wohnen - lebendiges und attraktives innerstädtisches Leben verlangt Qualität. Im Sanierungsgebiet Ludwigshafen Mitte soll diese Qualität wieder entstehen. Die strukturelle Neuordnung von Handel und Dienstleistung, Kultur und Gastronomie wird den Standort stärken. Gezielte Verbesserungen des Umfeldes kommen der Wohnatmosphäre zu Gute.

Definierte Ziele

Die Gebietsgrenzen des Sanierungsgebiets Mitte.

Das förmlich festgelegte vereinfachte Sanierungsverfahren gemäß Paragraph 142 Absatz 4 des Baugesetzbuches soll Anreiz geben, die in den vorbereitenden Untersuchungen definierten Ziele zu realisieren.

Die City, insbesondere das Sanierungsgebiet Mitte, soll als Standort für Einzelhandel und Dienstleistung gestärkt werden. Die Grundlage bildet die im Entwicklungskonzept Innenstadt beschriebene "Drehung und Kompaktierung" der Innenstadt. Ein weiterer Schwerpunkt des Sanierungsgebiets Mitte liegt darin, innerstädtisches Wohnen aufzuwerten.

Bebauungen aus den 1950er und 1960er Jahren prägen im Sanierungsgebiet Mitte das Stadtbild. Strukturelle Mängel erfordern folgende Maßnahmen:

  • Gestalterische und funktionale Aufwertung des öffentlichen Raumes (Fassaden, Passagen…)
  • Stärkung des Einzelhandels durch Bildung von Handelsschwerpunkten in festgelegten Innenstadtbereichen (Kompaktierung)
  • Zugänglichkeit und Zuschnitt von Ladenlokalen an aktuelle Anforderungen anpassen
  • Maßnahmen zur Verhinderung von Leerständen
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Bereichen, zum Beispiel Außenbestuhlung, Neuordnung von Werbeanlagen und Sondernutzungen
  • Attraktivierung von Plätzen
  • Energetische Sanierung
  • Modernisierung des Wohnungsbestandes
  • Stabilisierung der Bevölkerungsstruktur: Integration, Bildung, Beschäftigungsförderung
  • Ausrichtung der Innenstadt zum Rhein hin
  • Verkehr - ÖPNV - Schulwege
  • Lösung von Nutzungskonflikten
  • Sicherheit