Die Fußgängerzonen, einschneidende Veränderung und Errungenschaft der 1970er Jahre im Straßenbild einer City, haben sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt.

Angelegt gerade auch in Ludwigshafen als "Verbindungswege" zwischen den attraktiven Einkaufspolen, sind sie heute - mehr als 30 Jahre später - häufig in ihrer räumlichen Lage, Besatz und Erscheinung nicht mehr zeitgemäß.

Schwerpunkte setzen

In Ludwigshafen mit ursprünglich zwei Fußgängerzonen, in der Bismarckstraße und in der Ludwigstraße, stellte sich dies ebenso dar. Mit jeweils 850 Meter Länge lagen diese zwischen Berliner Platz und Rathaus-Center. Im Wandel der Funktionen und Kenntnisnahme der Veränderungen des Kaufverhaltens wurde vor eingen Jahren als eine der ersten Maßnahmen die Ludwigstraße wieder für den Autoverkehr zur Durchfahrt und zum Kurzparken geöffnet.

Doch der Wandel soll weitergehen. Wie in den Entwicklungszielen festgelegt, wird gerade der nördliche Teil bis zur Bahnhofstraße eine wichtige Funktion als Ort des Flanierens und Einkaufens bekommen. 2007 wurde daher als eine der ersten Maßnahmen des Stadtumbaus die Bismarckstraße neu überholt. Die Stadtmöblierung aus den 1970er Jahren musste neuen Bänken, Leuchten und Spielmöbeln weichen. Der südliche Teil, zwischen Berliner Platz und Kaiser-Wilhelm-Straße, wurde völlig umgebaut. Die Quartiere zwischen Bismarckstraße und Ludwigstraße wurden als Sanierungsgebiete beschlossen.

Für einen schönen Aufenthalt

Eine Innenstadt, in der sich Bewohner und Besucher gleichermaßen gerne aufhalten, die unverwechselbar und sicher ist, lädt zum Kommen und Verweilen ein. Davon profitiert das gesamte städtische Leben, vor allem der Handel.
Die Atmosphäre innerhalb der City und vor allem im Bereich der Fußgängerzone wird durch eine einheitliche und klar strukturierte Gestaltung verbessert.
Großzügige Bänke, neue Abfallbehälter und diverse Spielpunkte für Kinder sorgen für ein einladendes Ambiente. Ob mit Familie, mit Freunden oder alleine, ob entspannter Einkauf, netter Plausch beim Shoppen oder als einfacher Treffpunkt - die Ludwigshafener Innenstadt verändert nachhaltig ihr Erscheinungsbild.

Die Maßnahmen werden über die so genannte Ministermillion finanziert. Hierbei unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Stadt Ludwigshafen ab 2006 bis 2015 bei Investitionen für die Innenstadt mit jährlich einer Million Euro.

Neues Licht prägt die Innenstadt

Neue Leuchten – wie hier in der Bahnhofstraße – sorgen für ein angenehmes Licht und sparen Energiekosten.

Gut ausgeleuchtete Straßen und Wege geben Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Autofahrerinnen und Autofahrern Orientierung und verhindern Unfälle. In Parks, Fußgängerzonen und Durchgängen sorgt Licht für mehr Sicherheit. Doch Licht kann mehr. Es erzeugt Stimmungen und prägt die nächtliche Atmosphäre einer Stadt. Im Zuge des Stadtumbaus und der damit verknüpften gestalterischen Aufwertung der City wird die Beleuchtung Schritt für Schritt erneuert.

Der Leuchtentyp "Galaxie" taucht bereits den Berliner Platz, den Hans-Klüber-Platz und die Fußgängerzonen in der Bismarck- und der Ludwigstraße in ein neues Licht. Ihr Design wirkt urban und symbolisiert den Aufbruch, der in der gesamten Innenstadt zu spüren ist. Je nach Leuchtmittel kann sie mit warm-weißem Licht die Einkaufsstraßen und Plätze ausleuchten oder mit gelblichem Licht für eine umwelt- und insektenfreundliche Ausleuchtung von Grünzonen, Parkanlagen und Uferbereichen sorgen. Im Vergleich zu ihrem Vorgängermodell sind die neuen Leuchten weniger reparaturanfällig und verbrauchen 20 Prozent weniger Energie.

Zur Finanzierung von Maßnahmen, die die Innenstadt aufwerten, erhält die Stadt Ludwigshafen vom rheinland-pfälzischen Innenministerium bis 2015 jährlich eine Million Euro. Das Beleuchtungskonzept war das erste Projekt, das über die so genannte Ministermillion finanziert wurde.