Die Investition der SIHI Gruppe, zu der die Halberg Maschinenbau GmbH in Ludwigshafen gehört, haben der Stadt die Chance gegeben, das im Stadtumbaugebiet und in direkter Nachbarschaft zum Rheinufer-Süd gelegene Firmengelände in die städtebauliche Entwicklung am Rheinufer Süd zu integrieren.

Das Areal um Halberg Maschinenbau vor der Sanierung.

Am südlichen Rand der Stadt hatte im Jahre 1881 die Firma Sulzer/Halberg Maschinenbau und Gießerei GmbH ihren Betrieb aufgenommen. Begründer des Unternehmens war die Maschinenfabrik Gebr. Sulzer aus Winterthur in der Schweiz. Im Zweiten Weltkrieg wurden im Rheinufer Süd viele Industrieanlagen zerstört. Die Maschinenfabrik und Gießerei Halberg (Produktionshallen, Lagerhallen, Parkplätze) modernisierte ihre Anlagen nach 1945 grundlegend. 1971 erfolgte die Übernahme der Halberg Maschinenbau GmbH durch den Pumpenhersteller SIHI (Kürzel der beiden Gründer Otto Siemen und Johannes Hirsch). 1997 wurde das Unternehmen in Sterling Sihi Deutschland umfirmiert. Seit Anfang 2012 ist aus Sterling Sihi wieder die Halberg Maschinenbau GmbH geworden.

1999 beschäftigte Halberg Maschinenbau am Standort Ludwigshafen 170 Mitarbeiter. Heute ist die Belegschaft wieder auf 300 angestiegen. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen rund sechs Millionen Euro in betriebliche Anlagen und Gebäudeteile investiert. Durch eine Neuordnung der Zu- und Ausfahrt auf das Firmengelände sollen in einem nächsten Schritt die Verkehrssicherheit in den öffentlichen Verkehrsraum verbessert werden.

Die Halberg Maschinenbau GmbH stellt Flüssigkeits- und Vakuumpumpen sowie komplette Anlagen für Industrien wie Chemie, Pharma und Energie her.

Stadt nutzt städtebauliche Chance

Die Investition der SIHI Gruppe haben der Stadt die einmalige Chance gegeben, das im Stadtumbaugebiet gelegene Firmengelände in die städtebauliche Entwicklung am Rheinufer Süd zu integrieren. Ziel ist es, mit einem geeigneten Konzept die Situation gegenüber dem heutigen Zustand zu verbessern. In Zusammenarbeit mit Sterling SIHI ist dies erarbeitet worden, auch gefördert mit Geldern der Europäischen Union. Eingesetzt werden sogenannte EFRE-Mittel zur Stärkung der städtischen Infrastruktur, der lokalen Ökonomie und der Integration. Der Anteil aus EU-Töpfen beträgt 50 Prozent, hinzu kommen 30 Prozent aus Stadtumbaumittel sowie ein Eigenanteil der Stadt in Höhe von 20 Prozent. Zusätzlich investiert das Unternehmen sieben Millionen Euro aus Eigenmitteln.

Neues Bürogebäude an der Rheinallee

Neue Fassade und neuer Auftritt: So soll sich das Werk künftig präsentieren. (Entwurf: apa, Heidelberg).

In den kommenden Jahren will der Maschinenbauer Sterling SIHI rund 12 Millionen Euro in den Umbau des Betriebsstandorts an der Halbergstraße 1 am Ludwigshafener Rheinufer Süd investieren. Unter anderem entsteht an der Ecke Halbergstraße/Rheinallee eine neues Bürogebäude. Der frühzeitige Dialog von Unternehmensleitung und Stadtverwaltung haben bewirkt, dass für den Standorterhalt unerlässliche Maßnahmen mit den im Stadtumbauprozess angestoßenen Entwicklungskonzepten in Einklang gebracht werden konnten.

Rückbau schafft Platz

Das Werksgelände der Halberg Maschinenbau GmbH liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des neuen Stadtviertels Rheinufer Süd sowie des 2011 eingeweihten Gesundheitszentrums Lusanum. Auf dem insgesamt 24.000 Quadratmeter großen Areal findet eine Neuordnung der Betriebsabläufe statt. Im Zuge dessen wird die Werkeinfahrt von der Rheinallee in die Halbergstraße verlegt. Diese Maßnahme führt zu einer Entspannung des Verkehrs in der Rheinallee und ist zugleich Grundlage für die städtebauliche und gestalterische Aufwertung des Werks.

Anfang 2011 ist bereits das alte Backsteingebäude an der Ecke Halbergstraße/Rheinalle abgerissen worden. Im Herbst 2011 soll dort ein neues Bürogebäude mit 4.000 Quadratmeter Nutzfläche errichtet werden. Voraussichtlich Ende 2012 sollten 140 Mitarbeiter des Unternehmens ihre neuen Büros beziehen. Zudem werden Abriss und Neubau zwei weiterer Gebäude folgen. Städtebauliches Ziel ist es, entlang der Halbergstraße eine einheitliche Gestaltung sowie eine wirkungsvolle Schallabschirmung durch Einfriedung zu erreichen.

Renovierung bestehender Hallenfassaden

Im Blickpunkt steht zudem die gestalterische Aufwertung der Werkansicht entlang der Roonstraße und der Rheinallee. So werden die bestehenden Fassaden der Werkhallen entlang der Rheinallee hinsichtlich Gestaltung und Materialwahl in Abstimmung mit der Stadt Ludwigshafen saniert.