Die Pfalzwerke verlegen ihren Unternehmenssitz von der Kurfürstenstraße auf die Ludwigshafener Parkinsel.

Das Pfälzer Energieversorgungsunternehmen baut sein neues Verwaltungsgebäude auf die nach dem Lagerhallenbrand im Jahr 2013 freigewordene Fläche an der Hafenstraße. Da das alte Verwaltungsgebäude in der Kurfürstenstraße nicht mehr den funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen entsprach, suchten die Pfalzwerke für ihre rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Platz für neue Büros. Eine passende Fläche fand das regionale Energieversorgungsunternehmen auf einer inzwischen freien Fläche zwischen Hafenstraße und Luitpoldhafen. Hier brannte im Juni 2013 eine Lagerhalle mit Isolierstoffen nieder. Im Anschluss an das Unglück entfachte sich eine öffentliche Diskussion über die künftige Nutzung des Areals. Das Bürogebäude, das nun an der Hafenstraße entstehen soll, ist licht und einladend. Es bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pfalzwerke-Verwaltung ausreichend Platz. Dazu gehören soll auch eine einstöckige Tiefgarage für die Beschäftigten.

Der Neubau an der Hafenstraße

Der von ATP Architekten und Ingenieure geplante Entwurf des Neubaus an der Hafenstraße, der von Implenia Hochbau GmbH realisiert wird, ist maßgeblich gekennzeichnet durch zwei quadratische, dreibündige Bürobauten mit jeweils innenliegenden, begrüntem Atrium/Innenhof, die sich im Bereich des Foyers und vertikaler Zentralerschließung verschneiden. Die Geschossigkeit der Gebäudekörper steigt von der Hafenstraße Richtung Hafenkante von drei auf fünf Geschosse an. Der leicht erhöhte Eingangsbereich und Vorplatz sowie die große Terrasse zum Wasser komplettieren das Gebäudegefüge zu einer weiträumig, wahrnehmbaren quadratischen Fläche. Eine umlaufende, geschosshohe Fassade im Erdgeschoss vermittelt Transparenz und Offenheit. Hier befinden sich alle für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Gäste des Hauses notwendigen Gemeinschaftsflächen. Beispielhaft sind hier die Kantine, Vortrags-, Seminar- und allgemeine Besprechungsbereiche zu benennen.

Innenhöfe, Nutzflächen und gestaltete Außenbereiche verschmelzen zu einem großzügigen, unterschiedlich nutzbaren und flexiblen Raumkontinuum, in dem modernste Raumkonzepte zum Einsatz kommen können. Dasselbe gilt für die im Obergeschoss gelegenen reinen Bürobereiche, die fassadenseitig angeordnet sind. Dies ist auch im Hinblick der Außenwirkung des Gebäudes bei innerer Beleuchtung von Bedeutung. Die klare Struktur steht darüber hinaus für gleichwertige Büro und Arbeitsqualitäten, um eine zentrale Erschließung und selbsterklärenden Orientierung. Die Klarheit der Konstruktion (Stahlskelettbau mit umlaufenden Fensterbändern und Brüstungsstreifen) bei gleichzeitigem Verzicht auf modische Attitüden ermöglichen es, ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Materialien zu legen, um ein zeitloses – klassisches und wertiges Gebäude zu schaffen. Die Einfahrt der eingeschossigen Tiefgarage liegt abgewandt von der bestehenden Wohnbebauung an der rückwertigen hafenseitigen Grundstückshälfte.