Im Zuge der Zollhofhafen-Bebauung wurde die Rheinuferpromenade von der ECE bis zur Rhein-Galerie fortgesetzt.

Ziel oder Ausgangspunkt eines entspannten Aufenthalts am Rhein: der "Platz der Deutschen Einheit".

Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt können nun entlang des Wassers spazierengehen, Natur spüren, Kultur erleben und Gastronomie genießen, von der Parkinsel bis zur Rhein-Galerie. Ob Ziel- oder Ausgangspunkt – der Platz der Deutschen Einheit vor der Rhein-Galerie bietet vielfältige Angebote für einen entspannten Aufenthalt. Strukturiert in unterschiedliche  Höhenniveaus und mit einer großzügigen Freitreppe mit Zugang zum Rhein ist ein urbaner Erlebnisraum am Fluss geschaffen.

Treffpunkt am Rhein

Beliebter Treffpunkt: der Rheinuferpark.

Der neue Rheinuferpark hat sich in kürzester Zeit zum beliebten Treffpunkt entwickelt. Zwischen Lichtenbergerstraße und der Rheinuferstraße finden Bürgerinnen und Bürger und Gäste der Stadt eine neu gestaltete Grünanlage, die zur Erholung und Freizeitgestaltung einlädt. Auf dem 7.000 Quadratmeter großen Areal sind neue Wege und Rasenflächen angelegt. Ein 1.600 Quadratmeter großer Spielplatz für Kinder, eine Streetballanlage für Jugendliche und ein Feld für Beachvolleyball bieten Raum für Aktivitäten.

Realisiert mit Fördergeldern

Das Projekt "Anbindung Berliner Platz an den Rheinuferpark" ist zwischen 2003 bis 2006 mit Fördergeldern aus dem europäischen Programm URBAN II realisiert worden. Das Kostenvolumen betrug insgesamt 2,78 Millionen Euro, wobei rund 486.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz, rund 784.000 Euro von der Europäischen Union aus Mitteln des europäischen Fonds an Fördergeldern eingeflossen sind. Mit dem Förderprogramm URBAN II werden Maßnahmen zur ökonomischen, sozialen und ökologischen Stärkung der Innenstadt gefördert mit dem Ziel, ein gesundes und attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld zu gewährleisten.

Spazierengehen und erholen entlang des Rheins

Lädt auf rund zwei Kilometern zum Spazierengehen direkt am Fluß ein: die Rheinpromenade.

Grünflächen, ein neuer Radweg und eine bessere Beleuchtung - die Umgestaltung der Rheinuferpromenade zwischen Ostasieninstitut und Ruderverein wurde im Oktober 2010 fertiggestellt. Damit ist ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb des Stadtumbauprozesses "Heute für Morgen" gesetzt. Die Lage am Rhein wird nun für Besucherinnen und Besucher sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt gut erlebbar: Vom Getreidespeicher an der Rhein-Galerie über die Schneckennudelbrücke bis hin zur Pegeluhr - ein rund 3,8 Kilometer Weg führt inzwischen durchgehend am Fluss entlang.

Die Umgestaltung der Rheinuferpromenade steht im Zusammenhang mit einem wichtigen Ziel des Stadtumbauprozesses: die Stadt Ludwigshafen neu auf den Fluss auszurichten. Das auf dem ehemaligen Zollhofhafen entstandene Innenstadtquartier mit Rhein-Galerie, der im Rahmen des Programms URBAN II bereits neu gestaltete Abschnitt des Rheinuferparks nördlich der Konrad-Adenauer-Brücke mit Promenade, und im weiteren Verlauf das neue Wohnquartier Rheinufer-Süd sind nun miteinander verknüpft und einheitlich gestaltet. 

Erster Bauabschnitt 2010: Freiflächen zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Schneckennudelbrücke

Zwischen Ostasien-Institut und dem Ruderverein ist eine rund 4.200 Quadratmeter große Rasenfläche geschaffen. Diese ist landschaftlich wellenartig modelliert, um den Blick über die bestehende Hochwasserschutzmauer auf den Fluss zu lenken. Die Paul-Klee-Straße, eine wichtige Erschließungsstraße der neuen Bebauung am Rheinufer Süd, wird in Richtung Rhein weitergeführt, um dort in einer so genannten "Stadtkante" am Rheinufer zu enden. Sitzblöcke laden dort im Uferbereich zum Beobachten der vorbeifahrenden Schiffe beispielsweise oder einfach zum Verweilen ein. Für einen sicheren Spaziergang im Dunklen erhellen 22 neue Leuchten des Typs "Fantasie" die Promenade zwischen Konrad-Adenauer-Brücke und Schneckennudelbrücke. Möblierung und Ausstattung richten sich nach dem von der Stadt Ludwigshafen aufgestellten "Public Design Concept", um eine übergeordnete gestalterische Einheit zu erreichen.

Der Radweg, der bereits zwischen dem Gelben Haus und der Einmündung zur Kaiser-Wilhelm-Straße besteht, ist nach Süden bis zur Rheinallee um 270 Meter verlängert worden. Im Bereich zwischen dem Gelben Haus und der Konrad-Adenauer-Brücke wird noch entlang des ehemaligen Hafengleises, das bereits 2008 ausgebaut wurde, eine Grünfläche mit acht Großbäumen angelegt.
Die gesamte Maßnahme kostete 500.000 Euro. Sie wurde zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), zu 30 Prozent aus Mitteln des Stadtumbaus und zu 20 Prozent aus städtischen Mitteln finanziert.

Zweiter Bauabschnitt 2011: Im Fokus stehen die Wege zum Rhein

Ein wichtiges Ziel im Sinne des Stadtumbaus "Heute für Morgen" ist es, die Aufenthaltsqualität am Rhein weiter zu steigern. Im zweiten Bauabschnitt wurden daher drei bestehende Straßenzüge, die Max-Bill-, die Emil-Nolde- und die Max-Pechstein-Straße, verlängert und neu gestaltet.

Das Thema "Asien" haben die Landschaftsplaner für den Bereich südlich des Ostasieninstitutes in Verlängerung der Max-Bill-Straße aufgegriffen. Dort wurden insgesamt sieben Blütenkirschen und Schnurbäume gepflanzt. Das Souterrain des Instituts wurde mit senkrechtstehenden so genannten Krustenplatten aus Jurakalk und mit Bambus abgeschirmt. Alle drei zum Rhein verlängerten Wegachsen enden mit Sitzelementen in den sogenannten Stadtkanten. Der Bereich an der Emil-Nolde-Straße wird nun mit vier, der um die Max-Pechstein-Straße mit sechs Bäumen aufgewertet. Im Abschnitt zwischen Emil-Nolde-Straße und Schneckennudelbrücke wurde der in die Jahre gekommene Sitzplatz mit Pergola zurückgebaut.

Der zweite Bauabschnitt wurde mit 290.000 Euro veranschlagt und wird zu 50 Prozent aus EFRE-Mitteln, zu 30 Prozent aus Stadtumbaumitteln und zu 20 Prozent aus städtischen Mitteln finanziert.

Die vom Stadtrat entschiedene Umgestaltung der Rheinuferpromenade beruht auf dem Ergebnis eines Landschaftswettbewerbs Ende 2008. Auf Grund der angespannten Haushaltslage ist das ursprüngliche Konzept überarbeitet worden, um Kosten zu sparen.