Die Stadt Ludwigshafen ist aufgrund ihrer Entwicklungsgeschichte als Industriestadt im Besonderen von der Altlastenproblematik betroffen. Industrielle Nutzung und ungeordnete Ablagerung von Abfällen können zu Einträgen von Schadstoffen in Boden und Grundwasser führen. Wird eine Gefährdung des Menschen festgestellt, handelt es sich per Gesetz um eine Altlast.

Blick auf das ehemalige Metrogelände an der Maudacher Straße, das in naher Zukunft saniert werden soll. In den 1950er und 1960er Jahren wurde das Gelände als Ablagerungsort für Industrieabfälle genutzt.

In Ludwigshafen sind derzeit circa 10.600 potenziell altlastverdächtige Flächen registriert, die jedoch überwiegend eine geringe Altlastenrelevanz aufweisen. Seit 1998 setzt der Bereich Umwelt zur Verwaltung dieser Verdachtsflächen ein modernes, EDV-gestütztes Altlastverdachtsflächenkataster ein, das eine gezielte und schnelle Abfrage ermöglicht.

Das EDV gestützte Altlastverdachtsflächenkataster ermöglicht eine gezielte und schnelle Abfrage.

Verwendet wird dieses Werkzeug, um im Zuge von Baugesuchen, Grundstückserwerb oder -verkauf und der Bauleitplanung die betroffenen Flächen auf Altlastverdacht zu überprüfen. Ergeben sich Hinweise auf mögliche Altlasten so erfolgt gemäß Bundes-Bodenschutzgesetz, das 1998 in Kraft getreten ist, die schrittweise Untersuchung des Standortes, bis der Altlastverdacht eindeutig bestätigt oder ausgeschlossen werden kann.

Altlastenflächen werden durch geeignete Sanierungsmaßnahmen - beispielsweise durch Dekontamination oder Versiegelung - wieder nutzbar gemacht. Dieses sogenannte ressourcenschonende Flächenrecycling bewahrt vor dem Verbrauch von wertvollem, unbelastetem Boden.