Für eine geordnete Stadtentwicklung ist unter anderem die Revitalisierung ehemaliger Gewerbe- und Industrieflächen Voraussetzung. Im Rahmen der zivilen Konversion dieser Flächen werden von der Stabsstelle "Sonderprojekte Altlastensanierung" entsprechende Projekte betreut.

Luftaufnahme der ehemaligen Großgießerei Halberger Hütte.

In den Jahren 1999 bis 2000 wurde das sieben Hektar große Gelände der ehemaligen Großgießerei Halberger Hütte saniert: 52.000 Tonnen Fundamente und Unterflurbauwerke wurden ausgehoben und recycelt, 2.600 Tonnen Abluftschlämme wurden auf der Sonderabfalldeponie Gerolsheim entsorgt, 340.000 Tonnen Gießereisande wurden ausgehoben und der Deponie Nonnenwühl (Stadt Speyer) zur Wiederverwertung als Deponiebaumaterial zugeführt.

Derzeit ist geplant, das ehemalige Metrogelände an der Maudacher Straße zu sanieren. In den 1950er und 1960er Jahren wurde dieses Gelände als Ablagerungsort für Industrieabfälle genutzt. Unter dem 4,5 Hektar großen vollversiegelten Grundstück liegen circa 195.000 Kubikmeter Abfälle. Mitte September 2013 haben die Arbeiten begonnen. Die Fläche soll mit einer Kunststoffdichtungsbahn versiegelt und mit einer Rekultivierungsschicht abgedeckt werden. Eine Päsentation über das weitere Vorgehen bei der Sanierung des Metrogeländes steht zum Download bereit.

Technikumsversuche haben gezeigt, dass die organischen Parameter wie HCH zwar unumkehrbar zerstört werden können, die geschätzten Sanierungskosten jedoch zwischen 38 und 112 Millionen Euro liegen. Als Lösung für eine finanzierbare Sanierungsvariante wird eine Sicherung des Geländes durch eine Oberflächenabdichtung mit Kunststoffdichtungsbahn und Rekultivierungsschicht durchgeführt. Dabei ist geplant, ein Teil der Gesamtfläche mit einer Asphaltabdichtung zu versiegeln, um ihn als Parkplatzfläche nutzen zu können. Diese Teilfläche kann später vermarktet werden.

Im Rahmen der Renaturierung des Brückweggrabens wurde das Gelände des Ofenhallendammes der ehemaligen Firma Alcan saniert. Die städtischen Flächen in diesem Bereich wurden aufgefüllt. Insgesamt wurden 85.000 Kubikmeter Material umgelagert und auf einer 6,6 Hektar großen Fläche kontrolliert eingebaut. Darüber hinaus wurde diese Fläche durch eine geeignete Oberflächenabdichtung langfristig gesichert.