Ludwigshafen ist Pilot-Standort für ein neues Bildungsangebot des Landes Rheinland-Pfalz: Ab jetzt ist die Unterrichtseinheit zum Thema Klimawandelfolgen und Klimawandelanpassung kostenlos beim Klimaschutzbüro ausleihbar.

Das Angebot richtet sich an weiterführende und berufsbildende Schulen. Bis zum Ende des Schulhalbjahres 2016/2017 erfolgt eine Pilotphase mit begleitender Evaluation.

Im Mittelpunkt des insgesamt neun Stationen umfassenden Unterrichtsmoduls stehen mögliche Folgen des Klimawandels und Anpassungsstrategien in Rheinland-Pfalz. Die methodische Aufbereitung des Themas zielt neben der sachlichen Auseinandersetzung auch auf die Förderung von Medien- und Sozialkompetenzen. In Teams arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig an den Stationen. Sie informieren sich zu einem Teilaspekt des komplexen Themas, reflektieren gemeinsam ihre persönlichen Sichtweisen und Einstellungen, setzen sich selbst zu ihrem Thema in Szene, fotografieren sich gegenseitig und erstellen einen eigenen Medienbeitrag, der im Internet veröffentlicht werden kann. Das Lernkonzept im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verfolgt das Ziel, Motivation und Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Das komplette Material ist übersichtlich in Kisten verpackt, einfach zu transportieren und passt in einen PKW. Nähere Infos und Ausleihe bei der  Klimaschutzkoordinatorin der Stadt Ludwigshafen am Rhein, Ellen Schlomka, Telefon 0621 504 3454.

Umweltdezernent Klaus Dilliger mit Klimaschutzbeauftragtem Prof. Dr. Joachim Alexander und Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese bei der Vorstellung des KlimaWandelWegs durch Dr. Elli Proswitz-Stuck (v.l.n.r.)

In Ludwigshafen beginnt der KlimaWandelWeg seine Tour durch das Land. Dieses bundesweit einmalige Bildungsangebot zum Thema  Klimawandelfolgen und Klimawandelanpassung wurde am Freitag, 30. September 2016, im Haus der Naturpädagogik im Wildpark Rheingönheim vorgestellt.

Umweltstaatssekretär Thomas Griese hob in seinem Grußwort die große Bedeutung des Themas Klimawandel in der schulischen Umweltbildung hervor: „Der Klimawandelweg ist für mich ein überzeugendes Beispiel, wie wir Bildung für nachhaltige Entwicklung informativ und interessant an junge Menschen vermitteln." Eine 6. Klasse des Ludwigshafener Theodor-Heuß-Gymnasiums nutzte als erstes das insgesamt neun Stationen umfassende Unterrichtsmodul, das ab sofort beim Klimaschutzbüro der Stadt Ludwigshafen kostenfrei ausgeliehen werden kann.

Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger stellte die vielfältigen Aktivitäten der Stadt Ludwigshafen im Bereich Klimaschutz und Umweltbildung heraus.  „Wir haben hier in Ludwigshafen mit unseren eigenen Umweltbildungsmodulen sehr gute Erfahrungen an Schulen und Kitas gemacht. Der KlimaWandelWeg des Landes zum Thema Klimaanpassung rundet das Angebot perfekt ab, daher freut es mich, dass Ludwigshafen als Pilot-Standort ausgewählt wurde.“

Das Konzept und die einzelnen Mitmachstationen erläuterte Dr. Elisabeth Proswitz-Stuck von der Firma JuP Umweltbildung, die an der Konzeption des KlimaWandelWegs maßgeblich beteiligt war

„Mit dem Klimawandelweg wollen wir bei Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein schaffen für eine der größten Herausforderungen für die Menschheit“, sagte Dr. Ulrich Matthes vom Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen, das Initiator und Träger des Projekts ist. Als Landesbehörde unterstützt es Forschungsprojekte zum Thema Klimawandelfolgen, führt sie selbst durch, informiert  über den aktuellen Forschungs- und Wissensstand zum Thema Klimawandel und betreibt ein umfangreiches Klimawandelinformationssystem (www.kwis-rlp.de).