Der Umweltschutzpreis ist eine Auszeichnung für besonderes Engagement in Sachen Umwelt- und Naturschutz in Ludwigshafen. Er richtet sich an Schulen, Kindertagesstätten, Jugendgruppen, Vereine, Firmen sowie Einzelpersonen, die im Stadtgebiet ein konkretes Projekt durchgeführt haben.

Der Umweltschutzpreis hat in Ludwigshafen eine lange Tradition, bereits 1987 wurde er ins Leben gerufen. Während er anfangs jährlich vergeben wurde, wird er seit 1995 alle zwei Jahre unter einem bestimmten Motto ausgelobt.

Das Preisgeld von insgesamt 2.800 Euro stellen die Stadt und der Marketing-Verein Ludwigshafen e. V. zur Verfügung. Es wird verteilt auf die beiden Kategorien "Schulen, Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen" und "Einzelpersonen, Vereine, Verbände".

Die Preisvergabe obliegt einer Umweltschutzpreis-Jury. Unter Vorsitz des Bau- und Umweltdezernenten Klaus Dillinger sind darin die Stadtratsfraktionen, der Sponsor und der Bereich Umwelt vertreten. Die Preisverleihung findet öffentlich und feierlich in der Regel am Tag der Umwelt oder während der Klimawochen statt.

Umweltschutzpreis 2017

Der Hauptgewinn des Umweltschutzpreises 2017 ging an die Mädchen und Jungs vom Jugend- und Stadtteilzentrum Pfingstweide. Die Jury prämierte ihren Beitrag "Der WasserFilm" mit 900 Euro. Die Intention der jungen Filmer war es, ein Werk von jungen Menschen für junge Menschen zu erstellen, um den Blick auf das Thema Wasser zu schärfen und ein Gefühl für die fundamentale Bedeutung von Ressource Wasser zu schaffen. Dieser Film ist als Denkanstoß nicht regional begrenzt, sondern universell einsetzbar.

Insgesamt gab es für den Wettbewerb, der unter dem Motto "Alles im Fluss? Wasser in Lu" stand, sechs Bewerbungen. Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger und Iris Joch vom Marketing-Verein Ludwigshafen zeichneten am Mittwoch, 7. Juni 2017, im hack-museumsgARTen weitere Teilnehmende aus. 

So ging der zweite Preis verbunden mit einem Scheck in Höhe von 500 Euro an die Klasse 2a der Lukas-Schule Ludwigshafen für den Beitrag "Kleine Forscher dem Wasser auf der Spur". "Mit diesem Projekt wurde bei den Kindern das Bewusstsein für das Element Wasser und die Notwendigkeit, damit sorgfältig umzugehen, im Hinblick auf Wasserverbrauch und -verschmutzung gesteigert. Als Erwachsene von Morgen werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit verantwortungsbewusster mit der Ressource umgehen", war die Jury überzeugt. Des Weiteren erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d der IGS Ernst Bloch als dritten Preis 300 Euro für ihren Umwelt-Rap. Diesen performten sie während der Verleihung live auf der Bühne.

Der 1995 gegründete Förderverein Blies e.V. bekam für sein Engagement in der Kategorie "Vereine" den ersten Preis und damit 1.000 Euro. Über 100 Euro freuten sich Paul Weißmann und Noah Böhm. Die beiden haben Wascheigenschaften von Efeu und Kastanien als alternative Waschmittel untersucht.   Dabei haben sie eine interessante Beobachtung bei der Kastanienlösung gemacht. Diese scheint Öl festzubinden. An diesem Thema wollen die Jungs weiter experimentieren, weil sie darin ein Potenzial sehen, möglicherweise umweltfreundlich auf Ölkatastrophen reagieren zu können.

Und zuletzt mit einer Anerkennungsurkunde und einem Blumenstock wurde Anneliese Meyer-Lender  für ihre Filmdokumentation über die Mundenheimer Kleingartenanlage "Süd-Schöngewann", geehrt.