Es gibt oberirdische, natürliche Gewässer wie zum Beispiel den Rhein, dessen Gewässerbett auf natürliche Weise entstanden ist. Künstliche Gewässer dagegen sind vom Menschen geschaffene oberirdische Gewässer, wie beispielsweise Baggerseen, Hafengewässer, Be- und Entwässerungskanäle.

Der Jägerweiher ist in den 1970er Jahren durch Kiesabbau entstanden und somit ein künstliches, von Menschen geschaffenes Gewässer.

Mehr als die Hälfte der Gewässer im Stadtgebiet Ludwigshafen werden mit der Gewässerstrukturgüteklasse 7 bewertet; das heißt sie haben eine vollständig veränderte Gewässerstruktur. Ziel ist europaweit die Erreichung eines guten Gewässerzustandes bis zum Jahr 2015. Dies macht eine Verbesserung um zwei bis vier Strukturklassen notwendig. Im Zuge des Gewässergesamtkonzeptes zum Grundwasserschutz kann dieses Ziel in Ludwigshafen erreicht werden: So soll der Ausbau der Gewässer und Gräben naturnah erfolgen und damit die EU-Wasserrahmenrichtlinie bereits erfüllt werden.

Laut der Gewässergüteüberwachung waren noch zu Beginn der 1980er Jahre über 30 Prozent der Oberflächengewässer in Rheinland-Pfalz aufgrund fehlender oder unzureichender Abwasseranlagen stark bis übermäßig verschmutzt. Flora und Fauna der Gewässer waren entsprechend stark beeinträchtigt. Der Gewässergütebericht 2000 für die Fließgewässer in Rheinland-Pfalz zeigt die zwischenzeitlich erreichten Erfolge: Fast alle Gewässer haben wieder eine gute Wasserqualität.