Seit Dezember 2016 installiert die rnv in ihrem Verkehrsgebiet spezielle Notrufknöpfe an ausgesuchten Fahrscheinautomaten. Nun wurden auch in Ludwigshafen die ersten sieben Automaten mit dem neuen System ausgerüstet, um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken. Zudem testet die rnv in einem Pilotprojekt an der Haltestelle Pfingstweide Zentrum die Alltagstauglichkeit von neuen dynamischen Fahrgastanzeigen.

Ende April präsentierten Beigeordneter Klaus Dillinger, Christian Volz, Kaufmännischer Geschäftsführer der rnv, sowie Harald Brock, Leiter des Führungsstabs des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, die neue Technik, die zuvor in dem Fahrkartenautomaten installiert wurde. Die Automaten sind bei Dunkelheit gut sichtbar und ein einzelner Knopfdruck reicht aus, um mit der Polizei verbunden zu werden.

Auch die Arbeit der Sicherheitsbehörden wird durch diese Lösung vereinfacht. So kann die Position des Anrufenden sofort lokalisiert werden, ohne dass eine komplizierte Ortsbeschreibung nötig ist. Zusätzlich zeichnet eine Videokamera die Personen auf, die direkt vor dem Automaten stehen. Dies dient vor allem dem Zweck, die Geräte vor Vandalismus und einer missbräuchlichen Verwendung des Notrufknopfes zu schützen.

Bislang sind in Ludwigshafener sieben Geräte  umgerüstet. Im Sommer wird das System in Ludwigshafen, Mannheim und entlang der Linien 4 und 5 flächendeckend eingeführt. Bei den insgesamt 215 Automaten, die am Ende über Notrufknöpfe verfügen sollen, handelt es sich um die neuste Automatengeneration der rnv, die im Verlauf der letzten zwei Jahre angeschafft wurde.

Langfristig sollen alle Haltestellen im Verkehrsgebiet mit einem Notrufknopf ausgerüstet sein. Die Kosten für die Umrüstung eines Automaten liegen zwischen drei- und viertausend Euro und damit deutlich unter den Kosten für die Installation einer separaten Notrufsäule, da auf bereits bestehende Infrastruktur zurückgegriffen wird.

rnv testet neue digitale Abfahrtsmonitore

Seit April testet die rnv in einem Pilotprojekt an der Haltestelle Pfingstweide Zentrum auch die Alltagstauglichkeit von neuen dynamischen Fahrgastanzeigen (DFI). Die so genannten "DFI-Lights" zeigen wie ihre Vorgänger aktuelle Abfahrtszeiten in Echtzeit an den Haltestellen an. Die kompakten Anzeigetafeln sind gut erkennbar und kommen durch ihren niedrigen Energieverbrauch ohne Strom- oder Datenkabel aus. Eine eingebaute Batterie versorgt das Modul drei Jahre lang mit Energie. So lassen sich diese Module unabhängig von externen Anschlüssen unkompliziert und ohne Verkabelung neben bestehenden Haltestellenschildern am Mast montieren.

Die vierzeilige und von beiden Seiten lesbare "DFI-Light" eignet sich auch für Stationen, die außerhalb des Stadtzentrums liegen und nur von wenigen Linien angedient werden. Auf den Anzeigern können auch Störungsinformationen oder Verspätungshinweise als Laufschrift visualisiert werden.