Die Stadt hat Hinweise und Anregungen, die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende und Einzelhändler auf Anwohnerversammlungen und in Einzelgesprächen gegeben haben, in den Plan zum Ausbau der Linie 10 eingearbeitet.

Die Linie 10 in Friesenheim.

Ein überarbeiteter Planentwurf für den Ausbau der Linie 10 sieht unter anderem mehr Parkplätze, bessere Anfahrtsmöglichkeiten für Grundstücke, veränderte Bahnsteiglagen und eine Lichtsignalanlage an der Kreuzung Hohenzollernstraße/Bürgermeister-Grünzweig-Straße vor.

Der Vorentwurf der Planung wurde während eines Bürgerforums im Juli des vorigen Jahres vorgestellt, im Herbst die Details mit Bürgerinnen und Bürgern aus Friesenheim und aus der Nördlichen Innenstadt in Anwohnerversammlungen besprochen. Mit Einzelhändlern und Gewerbetreibenden wurden bis Anfang Februar 2016 zudem Einzelgespräche geführt. Daraus ergaben sich konkrete Hinweise und Verbesserungsvorschläge, die die Planer geprüft und in vielen Fällen aufgenommen haben. Mit den Änderungswünschen auf der eigentlichen Stadtbahnstrecke bewegt sich das Projekt im Kostenrahmen. Hinzu kommt eine Investition für eine Signalisierung der Kreuzung Bürgermeister-Grünzweig-/Rohrlachstraße. Diesen, aus der Bürgerbeteiligung hervorgegangenen Wunsch, nimmt die Stadtverwaltung gerne auf und jetzt können auch die nächsten Schritte zur Umsetzung des Planes erfolgen

Planänderungen im Detail

  • Es wurde die Befürchtung geäußert, dass durch die Signalisierung des Knotenpunktes Hohenzollernstraße/Carl-Friedrich-Gauß-Straße und die Bevorzugung der Stadtbahn an dieser Stelle sich der Verkehr über die langen Wartezeiten Richtung Bürgermeister-Grünzweig-Straße staut. Nun ist vorgesehen, die Einmündung Bürgermeister-Grünzweig-Straße/Hohenzollernstraße mit einer Lichtsignalanlage auszustatten. Diese wird mit der geplanten Signalisierung an der Einmündung der Carl-Friedrich-Gauß-Straße in die Hohenzollernstraße und der Anlage am Knotenpunkt Bürgermeister-Grünzweig-Straße/Rohrlachstraße koordiniert.

  • Um die Situation am Klinikum zu verbessern, wurden die Standorte der Bahnsteiganordnung der Stadtbahnhaltestellen vertauscht. Damit liegt die Haltestelle stadtauswärts nun südlich und die stadteinwärts nördlich der Bremserstraße. Damit konnte der Weg von der südlichen Haltestelle zum Klinikum wesentlich verringert werden. Die Fahrbahn vor den Geschäften wurde zugunsten einer besseren Anlieferung verbreitert. Vor den Geschäften werden künftig Längsparkplätze anstelle der heute vorhandenen Schrägparkplätze realisiert. Die heute vorhandene Parkplatzanzahl bleibt erhalten. An der Einmündung der Benzstraße in die Hohenzollernstraße sind künftig alle Fahrbeziehungen möglich, zudem ist ein signalisierter Fußgängerüberweg vorgesehen.

  • Damit Anwohnerinnen und Anwohner ihre Grundstücke und Stellplätze auf der Ostseite der Hohenzollernstraße in Höhe der Haltestelle Sternstraße besser anfahren können, wurde die Gleisachse nach Westen verschoben, somit vergrößert sich der Abstand der Gleisanlage zu den Grundstücksgrenzen. Um die Anfahrbarkeit auf der gegenüberliegenden Seite zu verbessern, wurde die Haltestelle in Richtung Klinikum verschoben. Damit liegt die Grundstückszufahrt außerhalb des Haltestellenbereiches.
  • Durch die Baumaßnahme entfallen in der Luitpoldstraße 21 Abstellmöglichkeiten. Um diese auszugleichen, war bisher schon vorgesehen, im Einmündungsbereich der Rückertstraße und der Hagellochstraße statt der vorhandenen Längsparkplätze Senkrechtparkplätze vorzusehen. Hierdurch können 13 zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. In der nunmehr erfolgten Überplanung sind auf einem städtischen Grundstück in der Kreuzstraße weitere neun Parkplätze vorgesehen. Der Wunsch, die Haltestelle Schwalbenweg zu erhalten, konnte nicht umgesetzt werden, da zu viele Parkplätze entfallen müssten. Dafür rücken die Haltestellen Fichtestraße und Sternstraße gegenüber der heutigen Lage näher zusammen.

Der Wunsch, die Haltestelle Schwalbenweg zu erhalten, konnte nicht umgesetzt werden, da zu viele Parkplätze entfallen müssten. Dafür rücken die Haltestellen Fichtestraße und Sternstraße gegenüber der heutigen Lage näher zusammen.