Für den Bereich Alt-Friesenheim liegt vom Landesbetrieb Mobilität (LBM), Außenstelle Speyer, seit 18. Dezember 2017, die sogenannte Plangenehmigung vor, welche der Stadt Ludwigshafen am 11. Januar 2018 zugesandt wurde.

Damit gibt es Baurecht. Die Finanzierungszusage des Landes steht noch aus. Sobald diese da ist, wird die Maßnahme dem Stadtrat zur Genehmigung vorgelegt. Es gibt keine Veränderungen an der Entwurfslanung gegenüber dem Stand März 2016, der öffentlich diskutiert wurde. Im Zuge der Ausführungsplanungen und während der Baumaßnahmen ist ein umfassendes Konzept zur Beteiligung und Information der Anliegerinnen und Anlieger und der Fahrgäste vorgesehen.

Im Jahr 2018 werden ein erster Bauzeitenplan und der Bauablauf erarbeitet, weiterhin die Ausführungsplanung (bisher: Entwurfsplanung) ausgeschrieben. Für die Vergabe dieser Ingenieurleistungen ist mit einer Dauer von mindestens einem halben Jahr zu rechnen, da ein europaweites Verfahren erforderlich ist.

Die Stadt beauftragt aus Kapazitätsgründen die rnv GmbH mit dem Projektmanagement. Die RNV hat mittlerweile durch ähnliche Projekte in Mannheim und Heidelberg, aber auch mit der Erneuerung der RHB-Strecke nach DÜW, umfassende Kompetenzen beim Streckenausbau beziehungsweise -neubau. Im Jahr 2019 werden im Bereich der Carl-Bosch-/Luitpoldstraße, zwischen der Sternstraße und der Kreuzstraße, zunächst die Kanalleitungen und die Versorgungsleitungen der TWL ausgetauscht. Im Bereich der Kreuzstraße, zwischen Luitpoldstraße und Sternstraße, müssen circa 50 Prozent der Hausanschlussleitungen des Kanals saniert und die Schachtbauwerke angepasst werden. Im Anschluss an die Leitungsverlegungen werden die Verkehrsflächen und Gleisanlagen ausgebaut. Die Stadt hofft, dass der LBM, der das Verfahren in eigener Zuständigkeit betreibt, das im Juni 2017 beantragte Planfeststellungsverfahren für den Bereich in der Hohenzollernstraße in der ersten Jahreshälfte 2018 einleitet. 

Hinweise und Anregungen aus Bevölkerung

Die Linie 10 in Friesenheim.

Der Vorentwurf der Planung wurde während eines Bürgerforums im Juli 2015 vorgestellt, im Herbst 2015 die Details mit Bürgerinnen und Bürgern aus Friesenheim und aus der Nördlichen Innenstadt in Anwohnerversammlungen besprochen. Mit Einzelhändlern und Gewerbetreibenden wurden bis Anfang Februar 2016 zudem Einzelgespräche geführt. Daraus ergaben sich konkrete Hinweise und Verbesserungsvorschläge, die die Planer geprüft und in vielen Fällen aufgenommen haben. Das sich daraus ergebende Planungsergebnis wurde im März 2016 in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Grundstücksausschusses sowie den Ortsbeiräten von Friesenheim und Nord präsentiert. Die Anwohner wurden danach über einen Flyer über den aktualisierten Planungsstand informiert. 

Planänderungen im Detail

  • Es wurde die Befürchtung geäußert, dass durch die Signalisierung des Knotenpunktes Hohenzollernstraße/Carl-Friedrich-Gauß-Straße und die Bevorzugung der Stadtbahn an dieser Stelle sich der Verkehr über die langen Wartezeiten Richtung Bürgermeister-Grünzweig-Straße staut. Nun ist vorgesehen, die Einmündung Bürgermeister-Grünzweig-Straße/Hohenzollernstraße mit einer Lichtsignalanlage auszustatten. Diese wird mit der geplanten Signalisierung an der Einmündung der Carl-Friedrich-Gauß-Straße in die Hohenzollernstraße und der Anlage am Knotenpunkt Bürgermeister-Grünzweig-Straße/Rohrlachstraße koordiniert.

  • Um die Situation am Klinikum zu verbessern, wurden die Standorte der Bahnsteiganordnung der Stadtbahnhaltestellen vertauscht. Damit liegt die Haltestelle stadtauswärts nun südlich und die stadteinwärts nördlich der Bremserstraße. Damit konnte der Weg von der südlichen Haltestelle zum Klinikum wesentlich verringert werden. Die Fahrbahn vor den Geschäften wurde zugunsten einer besseren Anlieferung verbreitert. Vor den Geschäften werden künftig Längsparkplätze anstelle der heute vorhandenen Schrägparkplätze realisiert. Die heute vorhandene Parkplatzanzahl bleibt erhalten. An der Einmündung der Benzstraße in die Hohenzollernstraße sind künftig alle Fahrbeziehungen möglich, zudem ist ein signalisierter Fußgängerüberweg vorgesehen.

  • Damit Anwohnerinnen und Anwohner ihre Grundstücke und Stellplätze auf der Ostseite der Hohenzollernstraße in Höhe der Haltestelle Sternstraße besser anfahren können, wurde die Gleisachse nach Westen verschoben, somit vergrößert sich der Abstand der Gleisanlage zu den Grundstücksgrenzen. Um die Anfahrbarkeit auf der gegenüberliegenden Seite zu verbessern, wurde die Haltestelle in Richtung Klinikum verschoben. Damit liegt die Grundstückszufahrt außerhalb des Haltestellenbereiches.

  • Durch die Baumaßnahme entfallen in der Luitpoldstraße 21 Abstellmöglichkeiten. Um diese auszugleichen, war bisher schon vorgesehen, im Einmündungsbereich der Rückertstraße und der Hagellochstraße statt der vorhandenen Längsparkplätze Senkrechtparkplätze vorzusehen. Hierdurch können 13 zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. In der nunmehr erfolgten Überplanung sind auf einem städtischen Grundstück in der Kreuzstraße weitere neun Parkplätze vorgesehen. Der Wunsch, die Haltestelle Schwalbenweg zu erhalten, konnte nicht umgesetzt werden, da zu viele Parkplätze entfallen müssten.

  • Dafür rücken die Haltestellen Fichtestraße und Sternstraße gegenüber der heutigen Lage näher zusammen.