Der Ausbau der Linie 10 zwischen Marienkirche und Ruthenplatz nimmt Fahrt auf. Für den Abschnitt „Hohenzollernstraße“ hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens die Pläne ab 31. August offengelegt.

Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen im Verwaltungsgebäude Jaegerstraße 1 bis einschließlich 1. Oktober 2018 einsehen und - soweit sie in ihren Rechten betroffen sind – binnen einer Frist Einwände erheben.
Für den Bereich „Alt-Friesenheim“ besteht bereits Baurecht. Sobald die rnv, die das Gesamtprojekt leitet, eine europaweite Ausschreibung für die Ausführungsplanung beendet hat, kann dort voraussichtlich im Frühjahr 2019 mit dem Ausbau begonnen werden. In einem ersten Schritt werden dann in der Carl-Bosch-Straße zwischen Sternstraße und Hagelochstraße innerhalb von eineinhalb Jahren die Wasser- und Gasleitungen sowie der Kanal und die Hausanschlüsse erneuert. Mit dem Abschluss der Straßen- und Gleisbauarbeiten ist im Jahre 2022 zu rechnen.

Der genaue Bauzeitenplan, der Bauablauf, Verkehrslenkungsmaßnahmen und der Schienenersatzverkehr wird den Anwohnerinnen und Anwohnern und den politischen Gremien noch mitgeteilt.

Hinweise und Anregungen aus Bevölkerung

Die Linie 10 in Friesenheim.

Der Vorentwurf der Planung wurde während eines Bürgerforums im Juli 2015 vorgestellt, im Herbst 2015 die Details mit Bürgerinnen und Bürgern aus Friesenheim und aus der Nördlichen Innenstadt in Anwohnerversammlungen besprochen. Mit Einzelhändlern und Gewerbetreibenden wurden bis Anfang Februar 2016 zudem Einzelgespräche geführt. Daraus ergaben sich konkrete Hinweise und Verbesserungsvorschläge, die die Planer geprüft und in vielen Fällen aufgenommen haben. Das sich daraus ergebende Planungsergebnis wurde im März 2016 in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Grundstücksausschusses sowie den Ortsbeiräten von Friesenheim und Nord präsentiert. Die Anwohner wurden danach über einen Flyer über den aktualisierten Planungsstand informiert. 

Planänderungen im Detail

  • Es wurde die Befürchtung geäußert, dass durch die Signalisierung des Knotenpunktes Hohenzollernstraße/Carl-Friedrich-Gauß-Straße und die Bevorzugung der Stadtbahn an dieser Stelle sich der Verkehr über die langen Wartezeiten Richtung Bürgermeister-Grünzweig-Straße staut. Nun ist vorgesehen, die Einmündung Bürgermeister-Grünzweig-Straße/Hohenzollernstraße mit einer Lichtsignalanlage auszustatten. Diese wird mit der geplanten Signalisierung an der Einmündung der Carl-Friedrich-Gauß-Straße in die Hohenzollernstraße und der Anlage am Knotenpunkt Bürgermeister-Grünzweig-Straße/Rohrlachstraße koordiniert.

  • Um die Situation am Klinikum zu verbessern, wurden die Standorte der Bahnsteiganordnung der Stadtbahnhaltestellen vertauscht. Damit liegt die Haltestelle stadtauswärts nun südlich und die stadteinwärts nördlich der Bremserstraße. Damit konnte der Weg von der südlichen Haltestelle zum Klinikum wesentlich verringert werden. Die Fahrbahn vor den Geschäften wurde zugunsten einer besseren Anlieferung verbreitert. Vor den Geschäften werden künftig Längsparkplätze anstelle der heute vorhandenen Schrägparkplätze realisiert. Die heute vorhandene Parkplatzanzahl bleibt erhalten. An der Einmündung der Benzstraße in die Hohenzollernstraße sind künftig alle Fahrbeziehungen möglich, zudem ist ein signalisierter Fußgängerüberweg vorgesehen.

  • Damit Anwohnerinnen und Anwohner ihre Grundstücke und Stellplätze auf der Ostseite der Hohenzollernstraße in Höhe der Haltestelle Sternstraße besser anfahren können, wurde die Gleisachse nach Westen verschoben, somit vergrößert sich der Abstand der Gleisanlage zu den Grundstücksgrenzen. Um die Anfahrbarkeit auf der gegenüberliegenden Seite zu verbessern, wurde die Haltestelle in Richtung Klinikum verschoben. Damit liegt die Grundstückszufahrt außerhalb des Haltestellenbereiches.

  • Durch die Baumaßnahme entfallen in der Luitpoldstraße 21 Abstellmöglichkeiten. Um diese auszugleichen, war bisher schon vorgesehen, im Einmündungsbereich der Rückertstraße und der Hagellochstraße statt der vorhandenen Längsparkplätze Senkrechtparkplätze vorzusehen. Hierdurch können 13 zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. In der nunmehr erfolgten Überplanung sind auf einem städtischen Grundstück in der Kreuzstraße weitere neun Parkplätze vorgesehen. Der Wunsch, die Haltestelle Schwalbenweg zu erhalten, konnte nicht umgesetzt werden, da zu viele Parkplätze entfallen müssten.

  • Dafür rücken die Haltestellen Fichtestraße und Sternstraße gegenüber der heutigen Lage näher zusammen.