Gemeinsam gegen Gewalt/Tagung der Runden Tische und des Arbeitskreises der Städte Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein und des Rhein-Pfalz-Kreises am 21. November

Anlässlich des Internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen laden die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Ludwigshafen am Rhein, Susanne Diehl, Frankenthal (Pfalz), Birgit Löwer, und des Rhein-Pfalz-Kreises, Kornelia Barnewald, die Mitglieder der Runden Tische und des Arbeitskreises, haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Tätige sowie Interessierte aus Politik und Verwaltung zu einer gemeinsamen Tagung ein. Im Mittelpunkt der diesjährigen Sitzung steht das Thema Gewaltschutz für Frauen in Flüchtlingseinrichtungen.

Frauen, Kinder und Jugendliche stellen einen großen Anteil der Menschen dar, die derzeit in Flüchtlingsunterkünften leben. Damit sie geschützt sind und sich sicher fühlen, hat das Landesministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz ein Gewaltschutzkonzept für Frauen in Landesaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge und Asylbegehrende in Rheinland-Pfalz erarbeitet. Dr. Dagmar Heine-Wiedenmann, Leiterin der Fachabteilung im Ministerium, wird das Konzept vorstellen. Petra Wolf, Leiterin des Frauenhauses Bad Kreuznach, wird dazu die praktischen Aspekte des Gewaltschutzkonzeptes vortragen.

Im Anschluss an die Vorträge soll erörtert werden, ob und wie sich das Gewaltschutzkonzept auf kommunale Einrichtungen übertragen lässt. Mit einer gemeinsamen Empfehlung zur Umsetzung von Schutzmaßnahmen für kommunale Entscheidungsträger endet die Tagung.

Die Sitzung findet am Montag, 21. November 2016, von 10 bis 14 Uhr in der Stadtverwaltung Frankenthal, Rathausplatz 2-7, 67227 Frankenthal (Pfalz) statt. Aufgrund begrenzter Plätze werden Interessierte um Anmeldung bis 11.11.2016 gebeten unter Telefonnummer 06233 89343 oder per Mail an gleichstellung@frankenthal.de.

 "Noch immer ist Gewalt gegen Frauen ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz", so die Gleichstellungsbeauftragten Susanne Diehl und Kornelia Barnewald. Einer europäischen Studie aus dem Jahr 2014 zufolge, haben 35 Prozent aller Frauen in Deutschland seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt. Das Recht auf ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben ist ein Menschenrecht, sind sich die Koordinatorinnen des Fachtages einig.

Mit flankierenden Aktionen und Veranstaltungen wird jährlich an den internationalen Gedenktag "NEIN zu Gewalt an Frauen" am 25. November erinnert. Auch dieses Jahr werden die Fahnen "Frei Leben ohne Gewalt" an vielen öffentlichen Gebäuden zu sehen sein: An den Rathäusern der Städte Frankenthal (Pfalz), Ludwigshafen am Rhein und am Kreishaus des Rhein-Pfalz-Kreises werden die Fahnen gehisst, um weit sichtbar ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.