Maria Tackmann – Zeichen

Dauer der Ausstellung: 13. Januar bis 8. April 2018 Pressegespräch: Freitag, 12. Januar 2018, 11 Uhr Eröffnung: Freitag, 12. Januar 2018, 18 Uhr

Die neue Ausstellung in der Rudolf-Scharpf-Galerie, der Projektgalerie des Wilhelm-Hack-Museums, widmet sich vom 13. Januar bis zum 8. April 2018 Werken der Künstlerin Maria Tackmann (geboren 1982, Wattenwil, Schweiz, lebt in Karlsruhe). Die Künstlerin studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Helmut Dorner und Prof. Silvia Bächli, zuletzt als Meisterschülerin von Prof. Silvia Bächli.

Aus vermeintlich wertlosen Materialien wie Steinen und Blättern, aber auch Glasscherben, Stoffresten und zerbrochenen Ziegeln, arrangiert Maria Tackmann minimale und doch poetische Werke. Die Künstlerin arbeitet dabei häufig mit Fundstücken, die sie bei Spaziergängen durch die Natur und den urbanen Raum aufliest. Besondere Aufmerksamkeit schenkt sie Gegenständen, die sich durch Gebrauchsspuren oder natürliche Einflüsse auszeichnen – Überbleibsel von Farbmarkierungen und Gitterabdrücke auf Beton gehören genauso dazu wie verwittertes Holz und erodiertes Gestein.

Die Form und Materialität dieser Dinge bestimmen auch Tackmanns Arrangements im Ausstellungsraum. In Kategorien sortiert und nach bedeutungsstiftenden Ordnungsprinzipien präsentiert, erscheinen alltägliche Gegenstände plötzlich fremdartig und außergewöhnlich. Die Elemente treten miteinander, aber auch mit dem Raum und dem Betrachter in einen Dialog. Tackmann lässt so ein dichtes Netz von Bedeutungen entstehen; auf diese Art wird der Ausstellungsbesucher zum Spurenleser. Darauf verweist auch der Titel Zeichen, der beim Betrachter ein Spiel aus Verweisen, Zuordnungen und Assoziationen wachruft. Auch in ihren Zeichnungen spürt die Künstlerin der Materialität des Papiers nach, welches sie vielfältig bearbeitet.

Mit ihren Werken knüpft Maria Tackmann an kunsthistorische Strömungen wie die Land Art, die Arte Povera-Bewegung, oder auch an die systematischen Arrangements von Herman de Vries an. Durch ihr intuitives  Vorgehen führt sie die künstlerischen Traditionen jedoch häufig ad absurdum. Stattdessen richten die vieldeutigen Werke den Blick auf die Ästhetik, die den einzelnen Objekten innewohnt.
Somit gibt die Ausstellung in der Rudolf-Scharpf-Galerie einem vielversprechenden und interessanten künstlerischen Ansatz Raum.

Tackmann erhielt jüngst das Atelierstipendium Cité Internationale des Arts in Paris. Des weiteren erhielt sie 2014 den Kunstpreis Alexander Bürkle. Ihre Werke wurden bereits in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. In der Rudolf-Scharpf-Galerie werden ausgewählte aktuelle Werke der Künstlerin gezeigt, bei deren Arrangement Maria Tackmann auf die Räume der Projektgalerie eingeht.  

Kuratorin: Dr. Astrid Ihle

Eröffnung: Freitag, 12. Januar 2018, 18 Uhr, Rudolf-Scharpf-Galerie, Hemshofstraße 54

Nachgefragt! - Künstlergespräch: Sonntag, 11. März 2018, 16 Uhr, Maria Tackmann im Gespräch mit Dr. Astrid Ihle

Katalog: Zur Ausstellungseröffnung von Zeichen erscheint der gleichnamige Katalog im Wienand Verlag
Pressekontakt: Wilhelm-Hack-Museum, Lena Kräuter, Berliner Straße 23, 67059 Ludwigshafen am Rhein, Telefon 0621 504-2934, E-Mail: lena.kraeuter@ludwigshafen.de.

Bildmaterial steht unter www.wilhelmhack.museum/presse/maria-tackmann zum Download bereit.

Rudolf-Scharpf-Galerie
Hemshofstraße 54
67063 Ludwigshafen
www.wilhelmhack.museum

Öffnungszeiten
Do bis So & Feiertage 13 bis 18 Uhr
Mo bis Mi geschlossen
Eintritt: frei