Wer glaubt, dass eine/ein Fachangestellte/Fachangestellter für Bäderbetriebe nur dann zum Zuge kommt, wenn ein Notfall vorliegt, der hat weit gefehlt. Ihre/Seine Aufgaben sind anspruchsvoll und vielseitig.
Neben der allgemeinen Badeaufsicht und der Sicherung des Schwimm-, Dusch- und Umkleidebereiches fallen nicht nur Verwaltungstätigkeiten an, sondern auch Wartungs- und Desinfektionsarbeiten. Die/Der Fachangestellte für Bäderbetriebe bedient darüber hinaus eigenverantwortlich die Schwimmbadtechnik und sorgt somit dafür, dass das Wasser immer die gewünschte Temperatur und Qualität aufweist.
Die/Der Fachangestellte für Bäderbetriebe verfügt nicht nur über einen technisch versierten und schnellen Schwimmstil, sondern ist auch in der Lage Leben zu retten. Sie/Er ist also auch in Ernstsituationen fähig, die nötigen Rettungsmaßnahmen zu ergreifen und Erste Hilfe zu leisten.
Da auch das Erteilen von Schwimmunterricht zu den Aufgaben einer/eines Fachangestellten für Bäderbetriebe gehört, ist es notwendig, dass während der Ausbildung auch die Ausbildertauglichkeit erworben wird, was mit der erfolgreichen Belegung eines AdA-Kurses (Ausbildung der Ausbilder) geschieht.
Die hier erworbenen Fähigkeiten kommen auch im Berufs-Alltag zum Tragen, da beispielsweise kleine Kinder und Senioren im Schwimmbad meist unterschiedliche Interessen verfolgen und Ärger deshalb nicht immer vermeidbar ist. Die/Der Fachangestellte für Bäderbetriebe behält in solchen Situationen einen kühlen Kopf und sorgt mit bestimmtem, aber stets freundlichem Auftreten und seinem zwischenmenschlichen Geschick dafür, dass die Streitigkeiten schnell beiseite gelegt werden und dass letztendlich jeder auf seine Kosten kommt.
Kenntnisse in den Bereichen Hygiene, Maschinen- und Anlagenführung
bzw. -bedienung, Gebäudereinigung und Grünflächenpflege runden das umfassende Berufsbild der/des Fachangestellten für Bäderbetriebe ab, wobei regelmäßige Weiterbildungen unabdingbar sind.