Logo der STADT LUDWIGSHAFEN AM RHEIN
*
Illustration Rathaus
*
*
* * *
* Logo Rhein-Neckar-Dreieck *
* * *
*
*
*
*
*
*

Geomatikerin und Geomatiker (ehemals Kartografin und Kartograf)

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Tätigkeitsbeschreibung

Wer sich schon mal gefragt hat, wie die Landschaft maßstäblich verkleinert in einer Karte oder in einem Navigationsgerät dargestellt wird und was überhaupt "Geodaten" sind, dürfte die Tätigkeit der/des Geomatikerin/Geomatikers besonders interessieren. Geomatiker/innen befassen sich vor allem mit dem Geodatenmanagement, sie beschäftigen sich umfassend mit Geodaten, also Daten mit Raumbezug. Diese Daten liefern viele wichtige Informationen über die Erdoberfläche. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, die örtlich erfassten Daten weiterzuverarbeiten und diese auch in verschiedenen Medien wie etwa Karten, Web-Mapping oder multimedialen Produkten zu veranschaulichen.

Geomatikerinnen und Geomatiker erlernen den Umgang mit Geoinformationssystemen (GIS). Diese Tätigkeiten erweitern die Anforderungen der bisherigen Ausbildung zum Kartograf/zur Kartografin. Der neu geschaffene Beruf nimmt im Rahmen des Geodatenmanagements auch wesentliche Elemente der Vermessungstechnik und Fernerkundung mit auf. Das bedeutet auch, dass die Geomatiker/innen und die Vermessungstechniker/innen im ersten Ausbildungsjahr gleiche Qualifikationen erwerben. Gemeinsamkeiten gibt es dabei speziell im Umgang mit Geodaten und verschiedenen Geografischen Informationssystemen (GIS). Das 1. Ausbildungsjahr des Geomatikers ist inhaltlich deckungsgleich mit dem Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in.

Nach Beendigung der Ausbildung beherrscht die/der Geomatiker/in den Umgang mit Geoinformationssystemen, die Auswertung und Weiterbearbeitung der Geodaten in jeder Hinsicht sowie die Handhabung verschiedenster pixel- und vektororientierter Grafikprogramme. Die Herausforderung dabei liegt darin, sich auf die wesentlichen Informationen zu beschränken und jene entsprechend kundenorientiert aufzubereiten. Die Arbeit der/des Geomatikerin/Geomatiker erfordert es, dass Daten sachgerecht ausgewertet und maßstabgerecht umgesetzt werden. Eine Arbeitsweise nach dem Motto "Pi mal Daumen" ist deshalb undenkbar.

Ablauf der Ausbildung

Während der dreijährigen Ausbildungszeit befinden sich die Auszubildenden vornehmlich in der Abteilung Geoinformation und Kartografie und auf das Jahr verteilt für etwa 12 Wochen in der Berufsschule. Bis auf weiteres ist dies die "Johannes-Gutenberg-Schule" in Stuttgart. Dort gibt es eine Länderübergreifende Fachklasse für Geomatiker/innen. Hier werden derzeit Schüler/innen aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen gemeinsam unterrichtet.

Der Unterricht ist in handlungsorientierte Lernfelder gegliedert. Übergreifend werden hierbei zu einer vorgegebenen Lernsituation fachsystematisch verschiedene Aufgaben erarbeitet. Es entsteht somit ein situations- bzw. fallbezogenes Lernen. Einzelne Unterrichtsfächer im traditionellen Sinn gibt es nicht mehr.

Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten – wo möglich im Team – wird hierbei angestrebt. In den Praxisphasen verstärken die Auszubildenden die Abteilung Geoinformation und Kartografie des Bereichs Stadtvermessung.

Anforderungsprofil

Wer den Beruf der/des Geomatikerin/Geomatiker erlernen möchte, sollte die Schule  mindestens mit einem guten Hauptschulabschluss oder mit der mittleren Reife abgeschlossen haben. Gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Deutsch und Erdkunde sind für die Wahl dieser Ausbildung wichtig. Ein gewisses grafisches Verständnis ist von Vorteil.

Folgende Interessen und Fähigkeiten sollte die/der Bewerberin/Bewerber mitbringen:

  • Interesse an Geografie sowie ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Freude an grafischer Gestaltung
  • Vorliebe für exaktes und konzentriertes Arbeiten
  • Interesse an Mathematik, Physik und Erdkunde
  • Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten
  • Geduld
  • Technisches, informatisches und mathematisches Verständnis

Wenn Sie

  • die oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllen,
  • sich nicht vorstellen können mehrere Wochen an ein und demselben Projekt zu arbeiten,
  • ungern die ganze Zeit im Büro sind oder
  • nicht bereit sind für den Berufsschulunterricht nach Stuttgart zu pendeln,

ist dies für Sie wahrscheinlich nicht die richtige Wahl der Berufsausbildung.

*
*
*
*
* bookmark at mister wongbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at twitter.netbookmark at linksilo.combookmark at studivz.netbookmark at myspace.combookmark at google.combookmark at stumbleupon.com
*
Druckversion Zur Startseite Eine Seite zurück springen nach oben zum Seitenanfang Zum Inhaltsverzeichnis *
*
*