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Soziale Stadt Quartier Oggersheim West

Dieses größte der vier Ludwigshafener Quartiere aus den 60er und 70er Jahren hat große Anteile des sozialen Wohnungsbaus. Neben zehngeschossigen Punkthäusern herrschen mehrgeschossige Wohnblöcke vor, die von Reihenhäusern und in den Randbereichen von Einfamilienhäusern ergänzt werden. Zwei Zentren im Norden und im Süden des Gebietes sollen die Grundversorgung der Anwohner sichern.

Die Wohnsituation

Rund 85 Prozent der Wohnungen im Quartier sind Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern, jede dritte davon ist eine Sozialwohnung. Die übrigen 15 Prozent der Wohnungen befinden sich in Ein- und Zweifamilienhäusern. Der bauliche Zustand der Wohnungen ist insgesamt gut und die Mischung der Wohnungsgrößen ausgewogen. Der Leerstand im Gebiet ist gering. Aufgrund des jungen Alters der Gebäude mit ansprechenden Wohnungsgrundrissen stehen bauliche Mängel also weniger im Vordergrund. Im Wohnumfeld sind die Anteile an Freiflächen zwar durchaus ausreichend, die Qualität (zum Beispiel Spielplätze) und die Nutzungsmöglichkeiten (beispielsweise unattraktive Rasenflächen) sind allerdings problematisch. Charakteristisch sind die vielfach überdimensionierten Straßenräume ohne Begrünung.

Die soziale Situation

Das Erscheinungsbild einer Hochhaussiedlung ohne gewachsene Strukturen in Kombination mit der hierdurch hervorgerufenen Anonymität hat Auswirkungen auf das soziale Gefüge. Mit einer  Arbeitslosenquote von 17,2 Prozent (Dezember 2003) liegt Oggersheim West über dem städtischen Durchschnitt. Der Anteil an Migrantinnen und Migranten im Gebiet ist mit 17,9 Prozent zwar geringer als in der Gesamtstadt, konzentriert sich aber innerhalb des Quartiers auf die Bereiche des Geschosswohnungsbaus. Die sozialen Probleme machen sich beispielhaft fest an der Situation von Kindern und Jugendlichen. Etwa 20 Prozentder Grundschulkinder kamen im Jahr 1999 aus einem Alleinerziehendenhaushalt. Die Angebote für Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren im öffentlichen Raum (beispielsweise Aufenthaltsräume, Bolzplatz) sind nicht adäquat. Die vorhandenen Einrichtungen können aber als Kristallisationspunkt für erfolgreiche Lösungsansätze einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Stabilisierung und zur Durchführung von Maßnahmen leisten.

Zielvorgaben

Maßnahmen: Infrastruktur

  • Weitere Projekte zur Wohnumfeldverbesserung und Neuordnung im Straßenraum
  • Veränderung der Eingangssituation im Süden (Bereich Wendeschleife) zur Attraktivierung des Quartiers.
  • Verbesserung der Situation der Stadtteilzentren und damit Stärkung der lokalen Ökonomie, Erhalt und Ausbau der notwendigen Grundversorgungen im Quartier.

Maßnahmen: Wohnung

  • Verstärkte Zusammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften im Quartier, in Bezug auf neue wohnungswirtschaftliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Bewohnerschaft und Konfliktlösung bei überforderten Nachbarschaften.
  • Sondierung von Möglichkeiten bedarfsgerechter Wohnungsformen (zum Beispiel behindertengerechte Wohnungen im Umfeld der vorhandenen Einrichtungen).

Maßnahmen: Soziales Leben

  • Weitere Stärkung der sozialen Infrastruktur mit Schwerpunkt Schulen
    Jugendarbeit im Quartier, mögliche Neukonzeptionierung, verstärkte Beratungsarbeit, mehr Mobilität des Jugendtreffs
  • Beschäftigungsfördernde Maßnahmen sind nur begrenzt möglich, aber verstärkt bildungsfördernde Projekte (insbesondere für Jugendliche und Migrantinnen und Migranten) anbieten durch Bündelung mit anderen Förderprogrammen
  • Imageverbesserung des Quartiers durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit.
  • Neukonzeptionierung der Bürgerbeteiligung, im Gebiet vorhandenes Engagement bündeln und ausbauen.

 

 

Ausgewählte Baumaßnahmen

Bolzplatz an der IGSLO

Im Rahmen des Programms Soziale Stadt entstand ein neuer öffentlicher Bolzplatz für Kinder und Jugendliche des Stadtteils.

 

 

 

 

 

Umbaumaßnahme Adolf-Diesterweg-Schule

Seit November 2006 haben die Arbeiten zur Sanierung und Umzäunung der Sportanlage der Adolf-Diesterweg-Schule begonnen. Die Gesamtkosten der Maßnahme, die vom Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" gefördert wird, betragen rund 175.000 Euro.

Nötig waren die Arbeiten, weil die Anlage aufgrund von Schäden und Mängeln nur noch eingeschränkt nutzbar und ebenso eine erhöhte Unfallgefahr festzustellen war. Die Festlegung der Umbaumaßnahme erfolgte in enger Absprache mit der Schule und dem Lehrerkollegium. Die Sanierungsarbeiten werden zu einer wesentlichen Verbesserung der sozialen und freizeitbezogenen Infrastruktur innerhalb des Quartiers führen. Dies deshalb, weil gerade im Bereich zwischen B9, Dürkheimer- und Raiffeisenstraße ein hoher Anteil an Knidern und Jugendlichen beheimatet und die Sportanlage daher eine wichtige Ergänzung der Spiel- und Freiflächen in diesem Bereich ist. Zumal die Anlage auch außerhalb der Schulzeit nutzbar ist.

Projektbeispiele

Streetworker-Büro

Seit September 2005 heißt der neue „Streetworker“ Heiko Krämer. Er ist in seinem Büro in der Hans-Böckler-Straße 16 anzutreffen. Das Büro ist die Anlaufstelle für Beratung und Hilfestellung für Jugendliche und junge Erwachsene bei Unterstützungsbedarf. Die Einweihung des Büros wurde mit einem Fest am 11. August 2006 begangen. 

"ganz normal anders"

Ein Informations- und Aktionsfest in Oggersheim, das der Begegnung von behinderten und nicht-behinderten Menschen dient und vom Quartiersbüro in Zusammenarbeit mit dem Rat für Kriminalitätsverhütung und vielen Akteuren von Verbänden und Vereinen der Behinderten veranstaltet wird. Es handelt sich hierbei seit 2004 um eine jährliche Veranstaltung.

"Kunst im Quartier"

An alle Kunstliebhaber des Quartiers - und natürlich nicht nur an diese - richtet sich die Veranstaltung "Kunst im Quartier". Hierbei handelt es sich um eine regelmäßige Veranstaltung im Quartier seit dem Jahr 2002. Überwiegend wird es mit dieser Aktion Künstlerinnen und Künstlern des Stadtteils ermöglicht, ihre Arbeiten zu präsentieren.

 

 

Integriertes Handlungskonzept

Um die Arbeit im Rahmen des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt" erfolgreich weiterzuführen, wurde im Zusammenwirken aller Akteure ein Integriertes Handlungskonzept entwickelt. In diesem Konzept ist die Situation vor Ort beschrieben und die bisher im Quartier erreichten Ergebnisse dokumentiert. Weiterhin werden die noch vorgesehenen Projekte vorgestellt.

Kontakt

  • Anschrift:
    Stadtverwaltung Ludwigshafen
    Soziale Stadt Büro Oggersheim West
    Comeniusstraße 10
    67071 Ludwigshafen
  • Öffnungszeiten:
    Montag: 10 bis 12 Uhr
    Donnerstag: 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
    Weitere Termine nach Vereinbarung
  • Ansprechpartner:
    Heiner Rohrwick
    Quartiersmanager
    Tel. 0621/6719-794
    Fax 0621/6719-796
    E-Mail Kontakt: Heiner Rohrwick
    Dagmar März
    Tel. 0621/6719-795
    Fax 0621/6719-796
    E-Mail Kontakt: Dagmar März
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