Siedlungsstruktur und Flächennutzung
Das Stadtgebiet Ludwigshafens umfasst insgesamt 7. 767 Hektar. Zur Zeit werden etwa 3. 700 Hektar baulich genutzt, was circa 48 Prozent der Gesamtfläche entspricht. Hiervon entfallen etwa 1. 000 Hektar (13 Prozent des Stadtgebietes) auf Industrie- und Gewerbeflächen. Von den weiteren 4. 050 Hektar werden etwa 2. 300 (30 Prozent des Stadtgebiets) landwirtschaftlich bewirtschaftet, 550 Hektar sind Wasserfläche und 1. 330 Hektar Wald- und Grünflächen (17 Prozent).
Nach der Gründung der Gemeinde im Jahr 1853 erfolgte eine sprunghafte Entwicklung. Von größter Bedeutung für die Stadt wurde die Ansiedlung der BASF.
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich der Stadtteil Nord und einige Teile von Friesenheim und Süd mit Mietshäusern und Werkssiedlungen für die Arbeiterbevölkerung. Im Zusammenhang mit den baulichen und wirtschaftlichen Expansionen standen die Eingemeindungen von Friesenheim (1892) und Mundenheim (1899). Ortsteile und Vororte wie Mundenheim, Rheingönheim, Oggersheim und Edigheim mit ursprünglich dörflichem Charakter entwickelten sich zu Wohnstandorten der Industriebevölkerung. Auch die Entstehung der Gartenstadt steht in diesem Zusammenhang.
In der Zeit um 1933 entstanden größere Siedlungsmaßnahmen im Niederfeld und in der Notwende. 1938 wurden die heutigen Stadtteile Oggersheim, Oppau, Edigheim, Rheingönheim und Maudach eingemeindet.
Wegen des hohen Wohnungsbedarf entstanden in den 50-er und 60-er Jahren die Valentin-Bauer und die Ernst-Reuter-Siedlung, die Siedlung westlich der Saarlandstraße, Oggersheim-West, Rheingönheim-Süd, Edigheim-Nord und schließlich die Pfingstweide.
Attraktives Wohnen für junge Familien im Grünen bieten die Neubaugebiete Notwende/Melm im Westen sowie Rheingönheim/Neubruch im Süden der Stadt.