Für eine geordnete Stadtentwicklung ist unter anderem die Revitalisierung ehemaliger Gewerbe- und Industrieflächen Voraussetzung. Im Rahmen der zivilen Konversion dieser Flächen werden von der Stabsstelle "Sonderprojekte Altlastensanierung" entsprechende Projekte betreut. In den Jahren 1999 bis 2000 wurde das 7 ha große Gelände der ehemaligen Großgießerei Halberger Hütte saniert: 52.000 Tonnen Fundamente und Unterflurbauwerke wurden ausgehoben und recycelt, 2.600 Tonnen Abluftschlämme wurden auf der Sonderabfalldeponie Gerolsheim entsorgt, 340.000 Tonnen Gießereisande wurden ausgehoben und der Deponie Nonnenwühl (Stadt Speyer) zur Wiederverwertung als Deponiebaumaterial zugeführt.
Derzeit ist geplant, das ehemalige Metrogelände an der Maudacher Strasse zu sanieren. In den 50er und 60er Jahren wurde dieses Gelände als Ablagerungsort für Industrieabfälle genutzt. Unter dem 4,5 ha. großen vollversiegelten Grundstück liegen ca. 195.000 m³ Abfälle. Technikumsversuche haben gezeigt, dass die organische Parameter wie HCH zwar unumkehrbar zerstört werden können, die geschätzten Sanierungskosten jedoch zwischen 38 und 112 Millionen Euro liegen. Daher werden derzeit verschiedene Sanierungsvarianten untersucht. Eine der Sanierungsmöglichkeiten stellt die Teildekontamination und Teilsicherung des Geländes dar. Ein Vorteil hier ist eine anschließende Vermarktung des teildekontaminierten Geländesteiles.
Im Rahmen der Renaturierung des Brückweggrabens wurde das Gelände des Ofenhallendammes der ehemaligen Firma Alcan saniert. Die städtischen Flächen in diesem Bereich wurden aufgefüllt. Insgesamt wurden 85.000m³ Material umgelagert und auf einer 6,6 ha großen Fläche kontrolliert eingebaut. Darüber hinaus wurde diese Fläche durch eine geeignete Oberflächenabdichtung langfristig gesichert.