Als Rheinanlieger ist die Stadt Ludwigshafen eingebunden in das länderübergreifende Hochwasserschutzkonzept. Die Höhe der Schutzeinrichtungen ergibt sich aus dem Bemessungshochwasser und der Freibordhöhe. Dem Schutzkonzept liegt eine Abflussmenge von 6000 m³/s am Pegel Worms zugrunde. Der Freibord richtet sich nach technischen Regelwerken und bedeutet einen Sicherheitszuschlag. Durch diesen muss das Überströmen der Schutzeinrichtungen infolge Strömung, Wellenschlag, Brandung, usw. verhindert werden. Entsprechend den Forderungen der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz darf in dicht besiedeltem Gebiet die Freibordhöhe (bis zu) 80 cm betragen.
Die Hochwasserschutzeinrichtungen zwischen Hemshofstraße und Lagerhausstraße wurden seit 1984 in mehreren Abschnitten errichtet. Die unterirdische Kanalsicherung gegen Rückstau von Hochwasser in das städtische Kanalsystem erfolgte 1994. Im Zuge der Umgestaltung des „Rheinufer Süd“ wurde 2001 die Hochwasserschutzlinie neu geordnet. Hierzu bedurfte es der Umsetzung der Deichrückverlegung „an der Dohlwiese“.
Das Hochwasserschutzkonzept am Rhein ist für ein Hochwasser mit rund 9,35 m am Pegel Mannheim ausgelegt worden. Dieses entspricht in Höhe der Kaiser-Wilhelm-Str. einer absoluten Höhe von rund 94,5 m ü.NN.
Hochwasserschutzlinie am Rhein
Legende:
Orange - Schutzlinie von1886
Blau - Aktuelle Schutzlinie