14.01.2018

Ronja Räubertochter

Pfalztheater Kaiserslautern

Mit den beiden Kindern Ronja und Birk, die über tiefe Gräben hinweg Freundschaft schließen und auf Gedeih und Verderb zusammenhalten, hat Astrid Lindgren Vorbilder für junge Leser (und Zuschauer!) erschaffen, die dem Geiste der Versöhnung entspringen. Obwohl die beiden Räuberhauptmänner, die Hundsfotte, Erzfeinde sind, lieben sie ihre Kinder. Und diese Liebe, eine gehörige Portion Mut und ein sehr fester Gerechtigkeitssinn statten Ronja und Birk mit der Kraft aus, ihre Welt zu verändern und Frieden zwischen den beiden verfeindeten Banden zu schaffen.
Die Ideen zu ihren Geschichten gründeten immer in Astrid Lindgren selbst: die Liebe der Räubereltern, die so anrührend und echt ist, ist die Liebe ihrer eigenen Eltern (deren Lebens- und Liebesgeschichte unter dem Titel „Das entschwundene Land“ von den Hörern des schwedischen Rundfunks 1999 zur „Liebesgeschichte des Jahrtausends“ gekrönt wurde), der Wald, durch den die Kinder streifen, ist der Wald von Vimmerby, die Räuber sind die vielen schrägen und auf ihre Art liebenswerten Typen, die die kleine Astrid mit ihren Kinderaugen gesehen hat— so wie wir das alles auch als Kinder gesehen haben. Und die Rumpelwichte und Wilddruden und alle magischen Wesen der Geschichte wahrscheinlich sowieso. Zum Donnerdrummel.
Die ganze bunte Wunderwelt des Lindgren‘schen schwedischen Mikrokosmos kommt in der anrührenden und packenden Aufführung des Pfalztheaters Kaiserslautern auf die Bühne. Ein wichtiger Beitrag zu Offenheit und Toleranz in einer Zeit, in der diese Eigenschaften oft ins Hintertreffen zu geraten scheinen.

 

 

Ort: Theater im Pfalzbau

Datum: / 17:00 bis 18:50 Uhr