17.10.2018

1. Sinfoniekonzert

Die steigende Hoffnung des tschechischen Volkes auf staatliche Selbständigkeit, die Ende Oktober 1918 Wirklichkeit wurde, war für Leoš Janáček ein mächtiger Schaffensimpuls. In patriotischer Begeisterung verfasste er während des Krieges seinen Taras Bulba, in dem er mit rhapsodischer Freiheit die gleichnamige Novelle Nikolaj Gogols beschwört. Der 1968 geborene deutsche Komponist Jörg Duda schrieb mit seinem Tuba Concerto No. 1 ein Auftragswerk für Andreas Martin Hofmeir, der 2013 als erster Tubist überhaupt mit dem ECHO-Klassik als bester Instrumentalist ausgezeichnet wurde. In dem schwungvollen dreisätzigen Werk, das zu den wichtigsten in seinem Repertoire gehört, brilliert Hofmeir mit einer erfrischenden Virtuosität. Nach diesen beiden seltener gespielten Werken bildet Antonín Dvorˇáks Sinfonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“ den Abschluss des Konzerts. Sie ist durchzogen von Elementen der slawischen Volksmusik und Folklore, seien es die synkopischen Themen des Kopfsatzes oder die im Adagio anklingende Pentatonik. Gleichwohl ist sie die finale Sinfonie Dvorˇáks, der sich später der Programmmusik zuwendete.

Ort: Theater im Pfalzbau

Datum: / 20:00 bis 22:00 Uhr