Eine Bauvoranfrage der Pfalzwerke, den Firmensitz in einen Neubau an die Frankenthaler Straße zu verlegen, ist von der Stadt bereits positiv beschieden.

Die Pfalzwerke haben auf der Basis der gestellten und positiv beschiedenen Bauvoranfrage grundsätzlich Baurecht an der Frankenthaler Straße, westlich des Heinrich-Pesch-Hauses. Einiges ist aber noch zu klären und im Rahmen einer Bürgerbeteiligung zu diskutieren, insbesondere die Gestaltung der  Baukörper, die Einbindung in das Gesamtensemble usw..

Im Wesentlichen ging es bei der Bauvoranfrage darum, ob entlang der Frankenthaler Straße ein bis zu fünf Geschosse hoher Baukörper, der auch als Lärmschutz für eine denkbare Wohnbebauung dient, errichtet werden kann. Zu prüfen waren in diesem Stadium die Frage der Erschließung und die Frage des Klimaschutzes (Belüftung angrenzender Stadtteile), der vor allem in der zentralen Entwicklungsachse West eine Rolle spielt. Damit ist planungsrechtlich für dieses einzelne Bauvorhaben kein Bebauungsplan mehr erforderlich. Sobald ein Bauantrag gestellt würde, könnte auf dieser Grundlage geprüft werden. "Die Stadt hat somit ihre Hausaufgaben hinsichtlich einer Standortsicherung der Pfalzwerke gemacht. Wir hoffen, dass sich Heinrich-Pesch-Haus und Pfalzwerke zeitnah abschließend über diesen Standort einigen", erläutert Klaus Dillinger, Geschäftsführer der WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft (kurz W.E.G.), den aktuellen Stand der Projektentwicklung und ergänzt mit Blick auf weitere gewerbliche Nutzer aus der Region: "Das Interesse, sich an der Frankenthaler Straße, im Anschluss an die Pfalzwerke, niederzulassen, besteht. Hier konnte die W.E.G. ebenfalls vermitteln und hofft, dass sich Heinrich-Pesch-Haus als Eigentümer der Grundstücke auch mit diesen Interessenten einigen wird. Der bisherige Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten ist ausgesprochen positiv und vertrauensvoll.

Die Strategie der W.E.G., eine gewerbliche Bebauung unter anderem mit den Pfalzwerken entlang der Frankenthaler Straße zu entwickeln, hat positiven Zuspruch gefunden. Gerade vor dem Hintergrund der Flächenknappheit sind Innenentwicklungen für den Wirtschafts- und Wohnstandort Ludwigshafen von großer Bedeutung. Darüber hinaus profitiere, laut Dillinger, eine mögliche Wohnentwicklung durch das Heinrich-Pesch-Haus davon, da diese vom Verkehrslärm abgeschirmt werde. Der Stadtrat hat noch über diese Gesamtentwicklung ausgiebig zu beraten und die entsprechenden Beschlüsse zu fassen.

Zur Frage der Haltestelle Heinrich-Pesch-Haus vertritt Dillinger die Meinung: "Sicherlich sind dort Maßnahmen denkbar. Allerdings wären solche eher im Zusammenhang mit einer gesamthaften Erschließung größerer Flächen entlang der Mannheimer/Frankenthaler Straße zu sehen, dem Gebiet der so genannten Entwicklungsachse West." Sollte sich der Neubau der Pfalzwerke als erster Baustein der Gebietsentwicklung erweisen und das Heinrich-Pesch-Haus darüber hinaus ein größeres Wohngebiet entwickeln, könnten Verbesserungen an der Haltestelle auch als Teil eines gesamthaften Erschließungskonzeptes überlegt werden. Dies alles wird Teil eines weitergehenden Planungs- und Bürgerbeteiligungsprozesses sein.