In der Aufsichtsratssitzung der WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Ludwigshafen (W.E.G.) zum Jahresabschluss hat Geschäftsführer Klaus Dillinger ein Resümee des Jahres 2017 gezogen, in dem seitens der W.E.G. die Entwicklung des Technologiestandortes ein Schwerpunkt war:

Mit der Reihe LU.DIGITAL konnten in fünf Veranstaltungen insgesamt mehr als 700 Besucherinnen und Besucher aus unterschiedlichsten Branchen angesprochen werden. Ausgehend vom Digital-Gipfel der Bundesregierung 2017 in Ludwigshafen hatte die W.E.G. gemeinsam mit Netzwerkpartnern die Themen Zukunft 4.0, Handwerk 4.0, Kreativ 4.0, Frauen 4.0 und Stadt 4.0 zur Diskussion gestellt und einen lokalen Diskurs wirtschaftspolitischer Themen angestoßen. In 2018 soll das Thema Digitalisierung in der Wirtschaft ebenfalls Thema von Veranstaltungen sein.

Die neue virtuelle Plattform Startup Campus Ludwigshafen vernetzt erstmals alle Anbieter von Existenzgründerberatung in Ludwigshafen. Nach wie vor sollen bei der W.E.G. keine eigenen Beratungskompetenzen aufgebaut werden, vielmehr können Gründungsinteressierte über eine zentrale Plattform Spezialisten und Akteure aus dem Gründungsgeschehen finden, Kontakt aufnehmen und somit individuelle Netzwerke aufbauen. Nachdem die Website seit 8. November online ist, steht für 2018 der Facebook-Auftritt ebenso in Vorbereitung wie eine englischsprachige Version. Die Initiative Startup Campus Ludwigshafen hat sich zum ersten Mal auf dem Existenzgründungstag der Metropolregion am 18. November vorgestellt und stieß auf großes Interesse.

Der "Freischwimmer" der TWL Technischen Werke Ludwigshafen bietet nicht nur eine exzellente neue Hardware für Existenzgründungen in Ludwigshafen, sondern mit einem ausgefeilten Sparringpartner-Konzept auch die optimale Unterstützung. Das TZL TechnologieZentrum ergänzt mit seinen bewährten Angeboten die Gründungsmöglichkeiten und nun bindet der Startup-Campus alle Aktivitäten, die darüber hinaus in der Stadt wirken, zusammen.

Investitionsvorhaben in der Technologiemeile runden die Entwicklung zum Thema "Technologiestandort" ab: Ein weiteres Unternehmen aus dem Bereich der IT wird in einem Neubau umziehen, den ein Investor erstellt, in Sichtweite des TZL und des Bürokomplexes Lu-teco.

Dauerthema bleibt die Innenstadt: Hier engagiert sich die W.E.G. nach wie vor im Bereich der Betreuung von Immobilienentwicklungen. Seit zehn Jahren gibt es das Stadtumbauprogramm. Sorgenkind bleiben die Erdgeschosslagen, wobei mit dem ehemaligen Fashion-Haus oder der laufenden Umnutzung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes bereits Akzente gesetzt werden konnten. Insofern lohnt sich auch ein Blick auf die Investitionen in Fassadendämmung, Wohnungsmodernisierungen oder Umnutzungen der vergangenen zehn Jahre: Insgesamt sind über 97 Millionen Euro aus privater Hand investiert worden, zählt man die Summen der öffentlichen Hand hinzu (dazu zählen Fußgängerzonen, Plätze, Stadtbibliothek, Pfalzbau, Wilhelm-Hack-Museum, usw.) wurden rund 147 Millionen Euro in und für die City ausgegeben. Das Areal Zollhofhafen, mit dem sich die City zum Rhein öffnet, kostete die privaten Investoren weitere rund 220 Millionen Euro.

Aufsichtsrat und Öffentlichkeit wurde eine aktualisierte Zusammenfassung der Immobilienentwicklung in zehn Jahren Stadtumbauprozess präsentiert.