Die Stadt Ludwigshafen stellt sich angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch an die Seite von Kulturschaffenden und unterstützt diese schnell und unbürokratisch.

Die Stadt Ludwigshafen stellt sich angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch an die Seite von Kulturschaffenden und unterstützt diese schnell und unbürokratisch. Bereits am 7. April 2020 hat der Stadtvorstand einer von Bürgermeisterin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg eingebrachten Vorlage zugestimmt, die Soforthilfen für Privattheater und Kulturvereine zur Liquiditätssicherung vorsieht. Danach erhalten die Privattheater als Liquiditätshilfe zunächst 30 Prozent des Jahresförderbetrages.

Die Überweisungen erfolgen in den nächsten Tagen. Die Zahlung erfolgt unbürokratisch und unabhängig von den vom Stadtrat beschlossenen Förderrichtlinien sowie im Vorgriff auf eine Entscheidung des Kulturausschusses in seiner nächsten Sitzung am 17. Juni 2020. Um die ohnehin stark betroffenen Privattheater weiter zu entlasten, sieht die Stadtverwaltung in diesem Fall von dem sogenannten Nachweis der Mittelverwendung ab.

Auch Kulturvereine wie Gesangs-, Musik- oder Karnevalvereine, die bereits Zuschüsse beantragt haben, können mit einer Unterstützung rechnen. Sie erhalten diese Zuschüsse ebenfalls schnellstmöglich. Zudem bietet die Stadt an, bereits bewilligte Mittel für Projekte, die aufgrund der derzeitigen Einschränkungen nicht wie geplant stattfinden können, später abzurufen, sofern das Projekt bis zum Jahresende realisiert werden kann. Damit möchte die Stadt insbesondere Akteurinnen und Akteure unterstützen, die sich am Kultursommer beteiligen.

Darüber hinaus können Einzelkünstlerinnen und -künstler, denen Auftritts- und Ausstellungsmöglichkeiten weggebrochen sind, eine Förderung von Projekten beantragen, die entweder im virtuellen Raum realisiert werden oder aber der eigenen Professionalisierung dienen. Denkbar sind in diesem Zusammenhang beispielsweise die Entwicklung neuer Formate, Archivierungen, Katalogprojekte oder Digitalisierungsprojekte. Damit können Künstlerinnen und Künstler die derzeitige Phase überbrücken und gleichzeitig Formate entwickeln, um die städtische Kulturlandschaft nach der Pandemie aktiv zu gestalten.