Seit Mai 2017 läuft das ExWoSt-Projekt "Nachnutzung von Geschäftsimmobilien für die mittlere Bismarckstraße".

Nachdem es im Bau- und Grundstücksausschuss am 8. Mai 2017 genehmigt und im Stadtentwicklungsausschuss am 22. Mai 2017 vorgestellt wurde, haben Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer der mittleren Bismarckstraße nun die Möglichkeit, sich bei ihren Planungen für neue Nutzungsideen von leerstehenden Ladenflächen von dem Landauer Büro stadtimpuls unter der Leitung von Michael Kleemann kostenlos beraten zu lassen.

Im Fokus steht der Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Kaiser-Wilhelm-Straße. Mit der Förderung aus dem Programm des "Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus" (ExWoST) des Landes Rheinland-Pfalz ist es möglich, Immobilienbesitzerinnen und -besitzer zu beraten und für zwei bis drei besonders innovative und beispielhafte Modellimmobilien bis hin zur konkreten Bauantragstellung zu begleiten. Hierfür kann der Bauherr maximal einen Zuschuss von 90 Prozent für die Planungskosten erhalten. Voraussetzung für die Förderung der Modellimmobilien ist, dass tatsächlich ein konkreter Umbau des Gebäudes erfolgt. Das Projekt ist auf zwei Jahre angesetzt und kostet 120.000 Euro. Es wird zu 65 Prozent vom Finanzministerium des Landes Rheinland-Pfalz gefördert, den Rest trägt die Stadt.

Der Bereich der mittleren Bismarckstraße zwischen den Hausnummern 41 bis 63 beziehungsweise 54 bis 88 wurde bereits vorab als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Hier können private Eigentümerinnen und Eigentümer einen Zuschuss von maximal 50.000 Euro für investive Maßnahmen, also die tatsächlichen Sanierungsmaßnahmen erhalten. Darüber hinaus können steuerliche Vorteile im Rahmen des Sanierungsrechtes in Anspruch genommen werden. In beiden Fällen ist vorher unbedingt über die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft mbH (W.E.G.) ein so genannter Modernisierungsvertrag mit der Stadt zu schließen.

Die Ludwigshafener Innenstadt befindet sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Die Stadtverwaltung kann diesen Prozess nicht zentral steuern, aber sie möchte ihn aktiv begleiten. Dabei geht es vor allem darum, gute Nutzungen für die Erdgeschosszonen zu finden und so für eine bessere Besucherfrequenz in der City zu sorgen.

Das neue Projekt ist eine logische Fortsetzung der bisherigen Strategie zum Innenstadtumbau. Durch den abgeschlossenen Umbau des Rala-Hauses, die Umnutzung des ehemaligen Kaufhof zum TWL-Kundenzentrum und den Neubau der GAG am Eingang zum Bürgerhof ist gerade dieser Abschnitt der Fußgängerzone dazu prädestiniert, neue Wege zu gehen.