Das ExWoSt-Projekt "Nachnutzung von Geschäftsimmobilien für die mittlere Bismarckstraße" wurde im Zeitraum von Mai 2017 bis Mai 2019 durchgeführt.

Während dieser Zeit hatten Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer der mittleren Bismarckstraße nun die Möglichkeit, sich bei ihren Planungen für neue Nutzungsideen von leerstehenden Ladenflächen von dem Landauer Büro stadtimpuls kostenlos beraten zu lassen.

Im Fokus stand der Abschnitt zwischen Bahnhofstraße und Kaiser-Wilhelm-Straße. Mit der Förderung aus dem Programm des "Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus" (ExWoST) des Landes Rheinland-Pfalz wurde die Möglichkeit geschaffen Immobilienbesitzerinnen und -besitzer zu beraten und für zwei bis drei besonders innovative und beispielhafte Modellimmobilien bis hin zur konkreten Bauantragstellung zu begleiten. Hierfür konnten die Bauherinnen und Bauherren maximal einen Zuschuss von 90 Prozent für die Planungskosten erhalten. Voraussetzung für die Förderung der Modellimmobilien war, dass tatsächlich ein konkreter Umbau des Gebäudes erfolgte. Das Projekt  hatte eine Laufzeit von zwei Jahren und ein Finanzvolumen von 120.000 Euro. Es wurde zu 65 Prozent vom Finanzministerium des Landes Rheinland-Pfalz gefördert, den Rest trug die Stadt.

Der Bereich der mittleren Bismarckstraße zwischen den Hausnummern 41 bis 63 beziehungsweise 54 bis 88 wurde bereits vorab als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Hier können auch nach Abschluss des ExWoSt-Projektes weiterhin private Eigentümerinnen und Eigentümer einen Zuschuss von maximal 50.000 Euro für investive Maßnahmen erhalten und steuerliche Vorteile im Rahmen des Sanierungsrechtes in Anspruch genommen werden. In beiden Fällen ist vorher unbedingt über die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft mbH (W.E.G.) ein so genannter Modernisierungsvertrag mit der Stadt zu schließen.

Die Ludwigshafener Innenstadt befindet sich in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Die Stadtverwaltung kann diesen Prozess nicht zentral steuern, aber sie möchte ihn aktiv begleiten. Dabei geht es vor allem darum, gute Nutzungen für die Erdgeschosszonen zu finden und so für eine bessere Besucherfrequenz in der City zu sorgen.

Das ExWoSt-Projekt war eine logische Fortsetzung der bisherigen Strategie zum Innenstadtumbau. Durch den abgeschlossenen Umbau des Rala-Hauses, die Umnutzung des ehemaligen Kaufhof zum TWL-Kundenzentrum und den Neubau der GAG am Eingang zum Bürgerhof war gerade dieser Abschnitt der Fußgängerzone  für die Entwicklung und Erprobung von neuen Nutzungsideen prädestiniert.