Das umweltsensitive Verkehrsmanagement ist Teil des 2018 beschlossenen Masterplans Green City und beinhaltet ein IT-gestütztes System zur Erfassung der Verkehrssituation in Echtzeit in Kombination mit einem Informationssystem für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Das System wird dazu beitragen, Stausituationen und zähfließende Verkehre im Innenstadtbereich sowie eine Überlastung der Orts- und Stadtteildurchfahrten als Umfahrungsstrecken zu vermeiden. Ziel des umweltsensitiven Verkehrsmanagement ist es, die Belastung durch Luftschadstoffe zu reduzieren.

Durch die anstehenden Maßnahmen an den Hochstraßen Süd und Nord entstehen deutlich mehr Situationen, die zu einer Zunahme von Staus und schlechteren Verkehrszuständen führen können. Auch hier soll das umweltsensitive Verkehrsmanagement (UVM) dazu beitragen, Stausituationen und zähfließende Verkehre im Innenstadtbereich zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Gleichfalls soll damit verhindert werden, dass Orts- und Stadtteildurchfahrten als Umfahrungsstrecken genutzt und somit bislang gering belastete Bereiche deutlich höher belastet werden.

Das umweltsensitive Verkehrsmanagement beinhaltet zwei Aspekte:

  • Umweltorientierte Verkehrssteuerung: Durch die Erfassung der aktuellen Verkehrssituation in Echtzeit kann der Verkehr schnell und flexibel über alternative Routen gelenkt werden, um den Verkehrsfluss weitgehend aufrecht zu erhalten und Staus zu vermeiden. In Zeiten hohen Verkehrsaufkommens können dadurch lokale Schadstoffbelastungen reduziert werden.
  • Umweltorientiertes Informations- und Mobilitätsmanagement: Informationen zum aktuellen Verkehrsgeschehen erhalten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer über Informationsplattformen und innovative Mobilitätsdienste. Digitale Informationstafeln oder Apps informieren über aktuelle Reisezeiten. Alle Angebote und Möglichkeiten (Radwegeverbindungen, Verfügbarkeit von Mieträdern, aktuelle Fahrplaninformationen, Carsharing, Ladestationen für E-Fahrzeuge etc.) sind auf einen Blick verfügbar und alternative Routenplanungen werden einfach möglich.

Konkret sehen die Maßnahmen unter anderem den Einsatz von zwölf dynamischen Anzeigetafeln in der Innenstadt vor, die über die Dauer und Art von veränderten Verkehrsführungen informieren. Weitere 16 dynamische Anzeigetafeln für ein Parkleitsystem weisen auf freie Parkplätze hin. Angepasste Ampelschaltungen und digitale Informationsangebote für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ergänzen das Paket.

Die Kosten für die beschlossenen Maßnahmen liegen bei rund 4.976.000 Euro, der Bund übernimmt über Förderung dabei einen Anteil von 2.544.000 Euro.

Für die Umsetzung der ergänzenden Beschilderung im Autobahn- und Bundesstraßennetz wird der Landesbetrieb Mobilität (LBM) im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz die Planung und Finanzierung in Abstimmung mit der Stadt Ludwigshafen übernehmen.

Das 3-Zonen-Konzept

Die Umsetzung und orientiert sich hinsichtlich der Beschilderung auch am 3-Zonen – Konzept: Überregionale Verkehre (Zone 1) werden auf den Autobahnring, bestehend aus A6 und A61 mit den Rheinbrücken bei Mannheim-Sandhofen und Speyer umgeleitet. Regionale Verkehre (Zone 2) sollen den Bundesstraßenring B 9 nutzen. Die innere Zone (Zone 3) sollte nur noch dafür genutzt werden, innerstädtische Ziele zu erreichen.