Starkregen können überall auftreten, weshalb potentiell jeder Haushalt betroffen sein kann. Ob eine Überflutungsgefahr besteht, ist von der Lage des jeweiligen Gebäudes wie zum Beispiel der Höhenlage, dem Gefälle oder der Oberflächenstruktur abhängig. Gebäude am Hang oder in Senken sind beispielsweise mehr gefährdet, da die Wassermassen hier dem Gebäude zufließen, oder sich um Gebäude sammeln können.

Die Stadtverwaltung hat für das Gebiet der Stadt Ludwigshafen mit einem computergestützten Modell eine sogenannte Starkregengefahrenkarte erstellen lassen. In dieser Karte ist grafisch dargestellt, wo sich das Wasser in welcher Tiefe bei einem  Starkregenereignis von 58 Liter pro m² Niederschlag und zwei Stunden Dauer sammelt. Der angesetzte Niederschlag entspricht einem Starkregenereignis, welches statistisch nur alle 100 Jahre auftritt. Grundlage dieser Berechnung bildete ein digitales Geländemodell des Stadtgebietes.

Informationen zu den Wasserständen bei Starkregen auf einem Grundstück können online über ein Formular beantragt werden.
Hierbei werden die Ergebnisse für das angefragte Grundstück zusammengestellt und kostenfrei zugesandt. Darüber hinaus ist eine kostenfreie Beratung durch Fachleute der Stadtentwässerung zu den Vorsorgemöglichkeiten für Ihr Grundstück möglich. Im Rahmen eines Vororttermins schauen diese  nach Überflutungsgefahren im Untergeschoss und in den umliegenden Flächen eines Hauses. Ein Beratungstermin kann telefonisch vereinbart werden. 

Erstellung einer Muldenkarte

Ergänzend zu der Starkregengefahrenkarte hat die Stadtverwaltung auf Grundlage des digitalen Geländemodells eine Muldenkarte erstellen lassen. Da sich in Mulden und Senken bei Starkregenereignissen das Wasser sammeln kann, ermöglicht diese Karte eine erste Einschätzung der Gefährdungslage eines Anwesens. Die Karte ist als flächendeckendes Grobscreening zu verstehen und besitzt auf Grund der Datendichte des digitalen Geländemodells mit einem Raster von 1x1 Meter nur eine begrenzte Genauigkeit hinsichtlich punktueller Gefährdungslagen. Sie ist aber ebenso wie die Starkregengefahrenkarte eine gute Grundlage für die Betrachtung weiterer Vorsorgemaßnahmen.