Das Schleusenloch liegt östlich des Stadtteils Pfingstweide, unterhalb der Anschlussstelle Ludwighafen an der A 6 und im direkten Anschluss nordwestlich des Landschaftsschutzgebiets Im Hansenbusch (West).

Am Schleusenloch sind mehr als 30 Libellen- und 70 Vogelarten heimisch.

Es handelt sich um einen künstlich durch Kiesausbaggerung entstandenen etwa 15 000 Quadratmeter  großen Weiher von circa zwei bis drei Meter Tiefe.
Die Ufer sind buchtenreich ausgebildet und bieten dadurch vielen Tier- und Pflanzenarten Nahrungs- und Lebensräume. Großflächige Röhricht- und Schwimmblattbestände, Weiden- und Wildrosengebüsche wechseln sich ab.
Dazwischen liegen offene Flächen, die von Pionierpflanzen besiedelt wurden.
Seit Januar 1991 ist das Schleusenloch als Landschaftsbestandteil geschützt. Schutzzweck ist der Erhalt eines Kleingewässers, das die Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes begründet. Zudem soll Lebensraum für Pflanzen und Tiere erhalten und die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes gesichert werden.

Die Ausweisung als Schutzgebiet verdankt das Schleusenloch umfassenden Renaturierungsmaßnahmen. Diese wurden 1988 in einem Pflegeplan erarbeitet und in den darauf folgenden Jahren verwirklicht. Folgende Ziele waren den Planern besonders wichtig: der Erhalt und die Entwicklung von flächigen Röhrichtbeständen und Schwimmblattpflanzengesellschaften, von abwechslungsreichen Uferzonen (flache Bereiche, Steilufer, Buchten) und differenzierter angrenzender Nutzung, und eine gezielte Besucherlenkung, die besonders wertvolle Bereiche des Gewässers vor Beeinträchtigungen durch Spaziergänger und Angler schützt.

Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:     

  • Anlage von Pufferzonen (Gebüsche, Wiesen) zur Verhinderung negativer Auswirkungen durch Landwirtschaft und Verkehr.
  • Neuanlage von Gräben, die empfindliche und wertvolle Bereiche vor Störungen und Beeinträchtigungen schützen.
  • Neugestaltung von Uferbereichen. Durch Anlage von Flachwasserzonen (als Laichplätze für Fische und Amphibien), Steilufern (zur Ansiedlung von Uferschwalben und Wildbienen) und einer kleinen Insel wurden neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen.
  • Pflanzung von Hecken und Neuanlage von artenreichen Wegrainen.
Die Ufer sind buchtenreich ausgebildet und bieten dadurch vielen Tier- und Pflanzenarten Nahrungs- und Lebensräume.

Neben der gestalterischen Veränderung des “Schleusenlochs“ konnte eine Übereinkunft mit den Anglern am See erzielt werden. Diese halten sich in den Brut- und Aufzuchtzeiten der Vögel von den Ufern fern und beschränken die Angelnutzung auf die verbliebenen Monate.

Dieser Nutzungsverzicht, verbunden mit den Besucher lenkenden Maßnahmen hat bewirkt, dass aus dem ehemaligen Kiesweiher ein artenreiches Feuchtbiotop geworden ist, in dem sogar schon der Eisvogel gesichtet wurde.
Mehr als 30 Libellen- und 70 Vogelarten wurden bereits festgestellt. Hinzu kommen noch eine Vielzahl von weiteren Insekten, Käfern, Fischen, Amphibien und Reptilien. Regelmäßige Pflegemaßnahmen wie z. B. die Mahd der Wiesen und gelegentliche Entbuschungen offener Bereiche sollen langfristig den Charakter und die Schutzwürdigkeit des Gebietes erhalten.